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Reiten: Finale des Louisdor-Preises

Bianca Nowag vom RV Ostbevern erfüllt sich ihren Traum mit Florine

Ostbevern

Mit der Teilnahme am Louisdor-Preis-Finale hat Bianca Nowag ihr großes Ziel erreicht. Im Kurz-Grand-Prix lief es noch nicht rund mit Florine. Im langen Grand Prix, erstmals ohne Gerte, war die 27-Jährige mit der Stute „super zufrieden“. Ihr eigene Vorgabe, nicht Letzte in diesem erlesenen Feld zu werden, hat Nowag erfüllt.

Von Ralf Aumüller

Das war das große Ziel in diesem Jahr: Bianca Nowag vom RV Ostbevern startete mit Florine im Finale des renommierten Louisdor-Preises für acht- bis zehnjährige Grand-Prix-Pferde. Foto: privat

Immer wieder hatte Bianca Nowag in diesem Jahr gesagt: Ihr großes Ziel ist das Finale des Louisdor-Preises in Frankfurt. Die Dressurreiterin des RV Ostbevern hat das geschafft, am vergangenen Wochenende durfte sie als Nachrückerin beim Höhepunkt dieser renommierten Dressurserie für acht- bis zehnjährige Grand-Prix-Pferde dabei sein. „Ein Traum ist in Erfüllung gegangen“, strahlte die 27-Jährige am Montag.

Da störte es die Ostbevernerin auch nicht, dass die Realität nicht ganz so glamourös war wie erträumt. Das lag allein an Corona: Das Internationale Festhallen-Reitturnier in Frankfurt wurde pandemiebedingt abgesagt. Deshalb wurde der Louisdor-Preis, ohne Zuschauer, ganz in der Nähe der Mainmetropole ausgetragen – in Kronberg im Taunus am Gestüt Schafhof der Familie Linsenhoff-Rath. Nowag: „Eine traumhafte Anlage. Das war richtig cool.“

Jeweils auf Platz zehn

Die selbstständige Trainerin und Bereiterin sattelte in Kronberg die hochveranlagte neunjährige Oldenburgerstute Florine. In der Einlauf- und Finalprüfung landete das Paar jeweils auf dem zehnten Platz mit jeweils knapp 69,5 Prozent. „Mehr konnte ich mir nicht erhoffen bei dieser Wahnsinnskonkurrenz. Es waren tolle Pferde dabei, die zwölf besten Pferde Deutschlands in dieser Altersklasse im Grand-Prix-Bereich“, betonte Nowag. Nicht Letzte werden, das war das Ziel und das hat sie auch erreicht.

Am ersten Tag, im Kurz-Grand-Prix, war sie noch nicht voll zufrieden mit der Stute. „Florine hat nicht richtig losgelassen, ich kam nicht so richtig an sie ran. Wir konnten nicht zeigen, was wir uns im Training erarbeitet hatten.“

Mulmiges Gefühl

Vor dem langen Grand Prix am Sonntag hatte die RVO-Reiterin ein mulmiges Gefühl. Für die beiden war es der zweite Start auf diesem Niveau und der erste ohne Gerte. Die wenigen, für die Wertung „teuren Fehlerchen“, so Nowag, lastet sie eher der noch fehlenden Routine des Pferdes an. Sie lobte: „Florine hat sich super reiten lassen. Ich war sehr zufrieden mit ihr.“ Mit Florine war es die erste Saison auf Drei-Sterne-Bereich. Mehr als ein halbes Dutzend Turniere auf diesem Niveau haben sie nicht bestritten.

Nowag hatte auf den Agravis-Cup im Januar in Münster gesetzt, aber auch das Turnier in der Halle Münsterland wurde abgesagt. Pläne für Starts Anfang 2022 zu schmieden, ist wegen der Corona-Lage schwierig. Zeit für neue Träume im nächsten Jahr bleibt Bianca Nowag trotzdem noch genug. 

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