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Reiten: Provinzialturnier

Dressur-Team des RV Ostbevern sorgt für die Krönung

Ostbevern

Das verlängerte Wochenende beim Provinzialturnier in Appelhülsen wurde für den RV Ostbevern zu einem vollen Erfolg. Für die Krönung sorgte die Dressur-Mannschaft mit dem Titelgewinn. Im Standarten-Wettkampf landete der RVO auf Platz sechs.

Von Michael Schulte

Ganz großer Sport: Der RV Ostbevern mit Mannschaftsführerin Anika Cappenberg gewann in Appelhülsen die westfälische Vereinsmeisterschaft in der Dressur. Foto: Denise Gehltomholt

Hugo Lackhove geriet ins Schwärmen. „Wir sind in allen Prüfungen am Start gewesen und haben absolut überzeugt. Sieg in der Dressur, Platz vier im Springen, Sechste im Kampf um die Standarte und mit Greta Börnemann an der Spitze Vizemeister bei den Ponys.“ Keine Frage, das verlängerte Wochenende beim Provinzialturnier in Appelhülsen wurde für den RV Ostbevern zu einem vollen Erfolg. Und das alles wurde noch gekrönt, als die erfolgreichsten Mannschaften dieser westfälischen Vereinsmeisterschaften gekürt wurden. Ostbevern wurde Dritter, und Lackhove strahlte: „Das ist doch was.“ Hinter den Überfliegern vom ZRFV Lützow Selm-Bork Olfen und dem RV Kalthof den Bronzeplatz zu holen, das war für Lackhove das Highlight des Wochenendes.

Auch wenn er das direkt wieder relativierte. Ganz großer Sport sei bei der Dressur geboten worden, wo sich Reitlehrerin Anika Cappenberg mit ihrem Trio am Ende ganz oben auf dem Podest wiederfand. Im Vorfeld hatte sie sich einen Platz unter den ersten Fünf erhofft, aber im Hinterkopf vielleicht sogar ein wenig mehr erwartet. „Aber ganz sicher nicht den Sieg, der kam für uns alle völlig überraschend.“

Hauchdünner Vorsprung

Nach der ersten M*-Dressur fanden sich Franziska und Theresa Vosskötter sowie Vivien Borgmann auf dem zweiten Platz wieder, was schon als kleine Sensation gefeiert wurde. Von einem Sieg träumte am Samstagabend niemand, dazu hatte das führende Trio aus Kalthof schon einen zu großen Vorsprung. Aber als am Sonntag in der zweiten Prüfung Ostbeverns Reiterinnen ihre Pferde Dark Infinity, Franziskus und Especially erneut zu Topleistungen motivieren konnten, machte das sogar die arrivierten Damen aus Kalthof nervös. Und als am Ende die Punkte addiert wurden, hatte Ostbevern mit 2823,5 Punkten hauchdünn die Nase vorn, da für Kalthof 2817,50 Punkte notiert wurden.

Wenn ein Klötzchen zu viel fällt, dann kann das eine Podiumsplatzierung kosten. Und wenn bei einem die Stange fällt und beim anderen wieder zurückrollt, dann ist das eben Springsport. „Da kann man sich ärgern, aber da kann man nichts machen.“ Für Lackhove war der vierte Platz der Ostbeverner Springer ebenfalls ein toller Erfolg. Ergo lobte er Reinhard Knappheide auf Paula, Thomas Gedigk auf Colestin Frodewin, Andre Schäfer auf Conelly und Kristina Hollmann auf Covent Garden für die gezeigten Leistungen. Zumal es sich bei dieser M**-Prüfung in Wahrheit um einen S-Parcours gehandelt habe. „Das haben auch die siegreichen Konkurrenten aus Olfen und Kalthof so gesehen.“

KRV Warendorf wird Vizemeister

Auf Messers Schneide stand der Kampf bei den Ponys. Als Saerbecks letzte Starterin fehlerfrei durchs Springen gekommen war, bedeutete das den Sieg für den RV St. Georg. Und für die Auswahl des KRV Warendorf blieb die Vizemeisterschaft, was vor allem ein Verdienst der Zweitplatzierten in der Einzelwertung, Ostbeverns Greta Börnemann auf Veivels Little Queen, war. „Wir waren nah dran am Sieg, aber der zweite Platz ist auch aller Ehren wert“, befand Lackhove, der mit An­drea Korte die Kreis-Equipe zum Erfolg geführt hatte.

Schließlich landete Ostbevern im Kampf um die Standarte des Provinzialverbandes mit seiner Mannschaft auf dem sechsten Rang. „Das ist nicht nur in Ordnung, das ist gut. Und bei etwas mehr Glück wäre vielleicht sogar noch mehr drin gewesen.“ Lackhove haderte beispielsweise mit einem Vorbeiläufer im Gelände.

Trainingsfleißig seien sie alle gewesen, motiviert sowieso, am Ende sogar erfolgreich. Ostbevern darf mit seinen Reiterinnen und Reitern zufrieden sein, Lackhove ist es auf jeden Fall.

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