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Sterne über Münster

Internationales Flair beim Vielseitigkeitsturnier in Handorf

Münster

„Sterne über Münster“ – diesen prägnanten Namen trägt das Vielseitigkeitsturnier, das am Wochenende in Handorf stattfand. Doch statt Sternen zeigte sich über der Reitanlage von Gut Havichhorst die Frühlingssonne – zumindest am Sonntag. Das Turnier lockte zahlreiche Reitsportbegeisterte und Familien an. Den Höhepunkt der internationalen Veranstaltung gewann Sarah Algotsson-Ostholt mit Wega.

Kristina Sehr

Lokalmatadorin: Ingrid Klimke, hier auf Weiße Düne, platzierte sich mit ihrem Nachwuchspferd. Foto: Peter Leßmann

Am Samstag fand zunächst eine Ein-Sterne-Vielseitigkeit (CIC*) statt. Die Konkurrenz der Junioren und Jungen Reiter entschied die Ostbevernerin Lara Schapmann mit ihrer Stute Quinzi Royal für sich. Bei den Senioren setzte sich Julia Mestern durch. Sie hatte Grand Prix Iwest gesattelt.

Zwei goldene Schleifen für Ben Leuwer

Der Sonntag begann mit einer Geländepferdeprüfung der Klasse A, die zugleich als Qualifikation für das Bundeschampionat des Deutschen Vielseitigkeitspferdes ausgeschrieben war. In beiden Abteilungen sicherte sich Ben Leuwer den Sieg. Zweite wurden die Münsteranerin Ingrid Klimke mit ihrem Nachwuchspferd Soma Bay und Junioren-Medaillengewinnerin Julia Krajewski. Sie ritt die Stute Amande de B’Neville.

Es folgte die bestdotierte und zugleich anspruchvollste Prüfung: Eine Zwei-Sterne-Vielseitigkeit (CIC**). Zunächst mussten die „Buschreiter“ sich in der Dressur und im Springparcours unter Beweis stellen. Hindernisse von rund 1,20 Meter Höhe galt es zu überwinden. Nachmittags folgte dann das Highlight – die Geländestrecke. Sie umfasste 32 Hindernisse bei knapp 3500 Metern Rennstrecke.

Dass eine Vielseitigkeitsprüfung an einem einzigen Tag ausgeritten wird, ist nicht alltäglich. Bei großen Veranstaltungen und Meisterschaften zieht sich der Wettbewerb meist über drei oder vier Tage. Umso anspruchsvoller war also die Aufgabe, die Reiter und Pferde hier lösen mussten.

Algotsson-Ostholt siegt in der Hauptprüfung

Martin Plewa und Michael Gola hatten gemeinsam den Geländekurs entworfen und kassierten viel Lob. Oberstes Ziel sei es immer, die Geländestrecke fair zu gestalten. Einzig die schräge Birkenhecke wurde zum Problem-Hindernis und sorgte für einige Verweigerungen.

Das Starterfeld in der Hauptprüfung glänzte mit prominenter Besetzung: Die bekannten Vielseitigkeitsreiter Sandra Auffarth, Klimke und Frank Ostholt brachten Olympia-Flair in die Veranstaltung. Es siegte die für Schweden startende Algotsson-Ostholt. Sie erzielte mit Wega das Bestergebnis von 42,40 Punkten. Auffarth und Ostholt belegten Platz zwei und drei. Auch ein Münsteraner hatte Grund zur Freude: Frank Feldmann vom RFV Münster-Sprakel wurde Sechster mit Florenz.

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