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Bundeschampionate: Plätze für das erste Finalwochenende in Springen und Vielseitigkeit vergeben

Kaum Zeit für Gratulationen

Hendrik Dowe hat in diesem Jahr schon viele Hände geschüttelt – vor Corona, versteht sich. Allein acht Siege feierte er mit seinem Erfolgspferd Coros. Gleichwohl: wer Dowe gratulieren möchte, der sollte relativ schnell bei der Sache sein, denn in der Regel hält der 30-Jährige die Zügel seiner Ausbildungspferde in den Händen. Vier fünfjährige, vier sechsjährige und ein siebenjähriges Pferd brachte Dowe in den vergangenen beiden Tagen an den Start.

Ulrich Schaper

Nach Rang zwei in der ersten Prüfung wurde Hendrik Dowe mit Coros Erster in der zweiten Qualifikationsprüfung. Foto: Thomas Hartwig

Nach Rang zwei im M*-Springen, der 1. Qualifikationsprüfung für Fünfjährige (WN 9.2), gewann er gestern die zweite Qualifikationsprüfung mit dem Westfalen-Champion Coros (WN 9.4). Gleichermaßen begeistert wie gelöst zeigte sich Dowe nach dem Ritt: „Die erste Prüfung am Donnerstag war sehr, sehr fair – was speziell bei fünfjährigen Pferden in meinem Interesse ist.“ Es habe wenig Probleme gegeben; in der zweiten Prüfung am gestrigen Freitag gleichwohl seien die Anforderungen deutlich höher gewesen. „Aber man hat trotzdem wenig Pferde gesehen, die sich schwer getan haben. Ich glaube, das war toller Sport“, sagte Dowe, der natürlich nicht vergaß, wer maßgeblichen Anteil an seinem Sieg hatte. „Coros ist einfach traumhaft drauf. Ich kann es gar nicht mehr zählen – die letzten sieben oder acht Runden waren alle oberhalb der Wertnote neun. Der spult Runde für Runde ab und macht immer wieder mehr Spaß“, sagte der 30-Jährige.

In der zweiten Qualifikationsprüfung sei sein Pferd sogar noch besser in den Parcours gekommen, als tags zuvor; was allemal eine Warnung an die Konkurrenz sein dürfte. Neben den Besitzern Ursula und Joachim Rosendahl dankte er vor allem den Turnierverantwortlichen aus Warendorf. „Wir können alle froh sein, dass wir diese Bundeschampionate überhaupt reiten können. Das Gelände ist wieder toll hergerichtet – viel mehr kann man gar nicht erwarten. Die machen wirklich das Beste aus der Situation. Klar, die Zuschauer fehlen, es macht aber unwahrscheinlich Spaß auf diesen Plätzen zu reiten. Großen Dank an Turnierleiter Markus Scharmann und sein ganzes Team, dass die das hier auf die Beine gestellt haben“, sagte Hendrik Dowe. Auf Rang zwei dieser Prüfung landete Marco Kutscher mit Cashmere (WN 8.9), dahinter folgten Lennard Runge und Doom (WN. 8.7).

Die 2. Qualifikationsprüfung für siebenjährige Springpferde entschieden Sven Rieger und Cheyenne für sich (0 Fehler/70.77 Sekunden).

Auch im Gelände wurden am gestrigen Freitag Prüfungen geritten. Die Sieger waren Antonia von Baath (auf Dark Gambler/fünfjährige Geländepferde), Hannah Weinkopf (auf Namib/fünf- und sechsjährige Geländeponys) und Christine Münkel (auf Rocky Dacora/sechsjährige Geländepferde).

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