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Westfälischer Reiterverein: Mitgliederversammlung

Turnier der Sieger soll 2022 mit neuem Wettbewerb stattfinden

Münster

Der Westfälische Reitverein ist fest entschlossen, 2022 wieder ein Turnier der Sieger auszurichten. Dann soll auch ein Stadtmeister gekürt werden. Auf der Mitgliederversammlung kam zudem heraus, dass die ausgefallen Turniere der vergangenen beiden Sommer finanziell zumindest etwas Positives hatten.

Von Michael Schulte

Der Vorstand des Westfälischen Reitervereins ( v.l.): Robert Hönke, Simon Holkenbrink, Michael Klimke, Julia Becker, Hendrik Snoek, Max Nieberg, Wolfgang Hölker. Rupert Winkelmann und Fritz Greis fehlen. Foto: J. Peperhowe

MünsterDie Vereine, die in diesen Wochen ihre Mitgliederversammlung abhalten, müssen in der Regel auf zwei Jahre zurückblicken. Corona geschuldet. Auch der Westfälische Reitverein schaute am Mittwochabend auf 2020 und 2021 und musste feststellen, dass die Aktivitäten so ziemlich auf null heruntergefahren worden sind. Schlecht für Sport und Geselligkeit, gut für die Kasse. Denn mit den rund 100 000 Euro Überschuss aus dem Jahr 2020 konnte ein Teil der Verbindlichkeiten bei einem Vereinsmitglied abgebaut werden. Und für das laufende Jahr sieht es ähnlich gut aus, so dass der Schuldenabbau weiter betrieben werden wird.

Hendrik Snoek

Das alles soll aber kein Dauerzustand werden, so der Vorsitzende Hendrik Snoek, der allen Mitgliedern versprach, „dass wir 2022 ein Turnier der Sieger veranstalten wollen und werden“. Zwei Jahre musste Münster nun auf ein sportliches Highlight verzichten, 2020 war es verboten, 2021 wäre es nur mit sehr restriktiven Maßnahmen durchzuführen gewesen. „Und das wollten wir nicht. Denn ein Turnier ohne Zuschauer ist für uns kein Turnier.“ Den Verein haben die Absagen kein Geld gekostet, weil alles rechtzeitig abgemeldet werden konnte. Snoek glaubt fest daran, dass es im kommenden Jahr wieder etwas wird mit dem TdS. Und beim Blick nach vorn verriet er der Versammlung so manche Neuerung bei der kommenden Auflage. So wird es eine Stadtmeisterschaft für Spring- und Dressurreiter geben, die am Ende der vier Tage dann den Münster-Champion küren sollen. Snoek: „Wir haben hier das Glück, im Springen und in der Dressur über herausragende Reiter und Reiterinnen zu verfügen, so dass wir in der Tat einen Stadtmeister auf international hohem Niveau feiern werden.“ Darüber hinaus werde der Samstagabend mit einem hochwertigen Springen eröffnet, ehe die Dressurkür ohne Zeitdruck über die Bühne gehen könne.

Mitgliederzahl geschrumpft

Dass die Mitgliederzahl auf 445 geschrumpft ist, wurmt Snoek: „Da müssen wir dringend gegensteuern.“ Dass sich der neue Vorstand etwas verjüngt hat, freut ihn hingegen. „Wir müssen auch an die Zukunft denken.“ Dass die Frauenquote in der Vereinsführung „erbärmlich“ sei – so eine Stimme aus dem Volk – sorgte nur kurz für Irritationen. Vorstandsmitglied Wolfgang Hölker: „Wir haben Julia Becker, die zählt für drei.“ Dann ging es zum Backschinken.

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