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Ruhe bewahrt

Handball: Wie die 09-Damen zwei unerwartete Punkte in Steinhagen ergattern

Greven

Trotz dieses schmerzhaften Zwischenfalls gab es für die Verbandsliga-Handballerinnen des SC Greven 09 am Samstagnachmittag ein Happy-End, nämlich einen 23:22 (11:10)-Sieg über den Tabellenvierten.

Von Heidrun Riese

Das Bild direkt nach Spielschluss zeigt es. Die Handballerinnen des SC Greven 09 waren Foto: SC Greven 09

Kurz vor der Pause knallte es im Auswärtsspiel gegen die SpVg Steinhagen. Als der Ball ins Aus zu rollen drohte, hechteten ihm Pia Overhageböck und Sina Hübenthal hinterher, stießen dabei heftig mit den Köpfen zusammen und mussten sogar zur Behandlung ins Krankenhaus.

Trotz dieses schmerzhaften Zwischenfalls gab es für die Verbandsliga-Handballerinnen des SC Greven 09 am Samstagnachmittag ein Happy-End, nämlich einen 23:22 (11:10)-Sieg über den Tabellenvierten. „Das sind zwei Punkte, mit denen wir nicht unbedingt gerechnet haben“, freute sich Trainer Daniel Geers.

Erwartungsgemäß taten sich die 09-Damen mit dem geharzten Spielgerät anfangs schwer. „Wir haben uns außerdem oft in der gegnerischen Abwehr festgelaufen“, berichtete der SCG-Coach von einem holprigen Start. Probleme in der eigenen Deckung bereiteten den Grevenerinnen besonders die SpVg-Spielerinnen auf Halblinks und in der Rückraummitte. „Sie haben auch die meisten Tore gemacht“, informierte Geers.

Aber auch Steinhagen war nicht vollzählig und erwischte nicht seinen besten Tag, sodass sich in der ersten Halbzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen entwickelte. Dabei entfernte sich keine der beiden Mannschaften mehr als ein Tor von der anderen und jede hatte mal die Nase vorne. Als es kurz vor der Pause zu dem heftigen Zusammenstoß kam, wobei sich Sina Hübenthal eine Platzwunde über dem rechten Auge und Pia Overhageböck eine ordentliche Beule zuzogen, schrumpfte der SCG-Kader plötzlich auf zehn Spielerinnen.

Durch diesen Zwischenfall kam bei den ohnehin mit großer Motivation auftretenden 09-Damen eine „Jetzt erst recht“-Stimmung auf und sie erspielten sich eine Drei-Tore-Führung, die sie erstmals mit dem 13:10 (32.) markierten und über 14:11 (35.) sowie 15:12 (38.) fortführten. Nachdem es mit dem 15:14 (42.) und dem 16:15 (43.) zwischenzeitlich eng geworden war, kassierten die Grevenerinnen mit dem 21:21 (57.) kurz vor Schluss sogar den Ausgleich. „Mitte der zweiten Halbzeit hat Steinhagen auf eine 6:0-Abwehr umgestellt“, erklärte Geers. „Das war deutlich schwieriger für uns, mit der offensiveren Deckung sind wir besser zurecht gekommen.“

Auf der anderen Seite leisteten die SpVg-Spielerinnen sich jedoch viele technische Fehler, während die 09-Damen auch in Unterzahl die Ruhe bewahrten. „Das hat uns gerettet“, war der Trainer überzeugt. „Wären wir da in Hektik geraten, hätten wir das Spiel garantiert verloren.“ Aber so gab es am Ende einen 23:22-Sieg. „Den“, fand Geers, „haben wir uns echt verdient.“

SC Greven 09: Noetzel - Post (7/6), Socha (4), Hübenthal (2), Peppenhorst (2), Langkamp (2), Austermann (2), Ortmeier (2), Lake (1), Mikowsky (1), Overhageböck, Suwelack.

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