Frauenfußball Kreisliga A: ASC Schöppingen

Vier Trainer und 33 Spielerinnen

Schöppingen

Einen richtig guten Lauf hatten die Fußballerinnen des ASC Schöppingen. Dann machte der Saisonabbruch das gute Ergebnis zunichte. „Dann greifen wir eben nächstes Jahr wieder an“, sagt Trainerin Christina Haverkock.

Stefan Hoof

Christina Haverkock und Mathias Rose bekommen Unterstützung. Foto: aho

Der verpassten Chance trauert sie nicht nach. Das ist abgehakt. Um aber im Spieljahr 21/22 wieder vorne dabei zu sein, haben die Verantwortlichen im Verein rechtzeitig die Weichen gestellt. Ein vierköpfiges Trainerteam steht bereit.

Ein Blick zurück sei angesichts der tollen Bilanz erlaubt. Nach acht Spieltagen rangierten die ASC-Fußballerinnen in der A-Liga nur zwei Punkte hinter Spitzenreiter GW Hausdülmen auf Rang zwei – hauchdünn vor Vorwärts Epe. Zwischen der 2:3-Auftaktniederlage in Billerbeck und dem 1:1 in Gescher hatte der ASC sechs Siege in Serie gefeiert (u.a. auch 1:0 gegen den Klassenbesten aus Hausdülmen) und sich so in die Spitzengruppe katapultiert. Die junge Sarah Bunnefeld hatte sich dabei mit 14 Treffern an die Spitze der Torjägerliste gesetzt. Auch Julia Schmitz (7) und Franka Robert (5) unterstrichen ihre Torgefährlichkeit.

Noch etwas besser lief es für die U17-Juniorinnen. Mit vier Siegen und 22:1-Toren gab das Team des Trainertrios Jana Blick, Michael Webers und Achim Bruns ein glänzendes Debüt in der Bezirksliga.

Nun rücken im Sommer aus der so erfolgreichen U17 vier Spielerinnen (Alina Bettmer, Viktoria Hummert, Lea Vinkelau und Sophie Lukic) in den Kader der Frauenmannschaft hoch. Der ASC ist sicherlich nicht schlechter aufgestellt als in der abgebrochenen Saison, wenngleich Marie-Theres Vering (Umzug nach Köln) und Frauke Bruns (hört auf) sich verabschieden.

An Spielerinnen mangelt es dem ASC Schöppingen aber ohnehin nicht. „Im Moment zähle ich 33“, sagt Christina Haverkock. Da liegt es auf der Hand, dass die Grün-Weißen demnächst mit zwei Mannschaften an den Start gehen. „Ob jung oder alt, wir wollen alle dabei behalten. Alle sollen zum Einsatz kommen, sollen Spielpraxis und so auch die Freude am Fußball erhalten“, erläutert die Trainerin die Überlegungen. Entsprechend wurde aufgestockt: Neben Christina Haverkock, die sich seit bald 20 Jahren als Trainerin für den ASC engagiert, und Mathias Rose, der sie langjährig an der Seitenlinie begleitet, komplettieren Christian Bunnefeld und Achim Bruns das Trainerteam. Beide sind seit mehreren Jahren im U15- und U17-Bereich engagiert und erfolgreich gewesen. „Wir erhoffen uns durch die breitere Aufstellung eine optimale Betreuung der beiden Frauenmannschaften“, erklärt Lothar Zurholt als 1. Vorsitzender. „Das neu aufgestellte Team wird gemeinschaftlich für beide Mannschaften verantwortlich sein.“

Was steckt hinter dieser Idee? „Wir sehen uns als ein Team, auch wenn wir zwei Mannschaften melden“, verdeutlicht Christina Haverkock. „Wir trainieren gemeinsam, das Trainerteam berät danach. Im Idealfall tragen beide Mannschaften ihre Heimspiele auch nacheinander aus, um das Miteinander zu fördern.“ Die Trainerin freut sich, dass die Verantwortung im Trainerteam so auf mehreren Schultern verteilt werden kann. „Ich glaube, wir haben in dieser Konstellation eine optimale Lösung gefunden. Das ist eine super coole Gemeinschaft. Um Detailfragen zu klären, haben wir ja noch Zeit.“

Untätig waren die ASC-Fußballerinnen auch in den vergangenen sechs Monaten nicht. Vor allem läuferisch waren die Spielerinnen unterwegs. „Wir haben wie sicherlich viele Sportler die Möglichkeiten im Internet genutzt, um viele Anreize zum Training zu setzen. Alle haben super mitgemacht“, freut sich Haverkock.

Ab Mitte oder Ende Juni will sie mit den ASC-Fußballerinnen wieder das Training aufnehmen – „dann möglichst wieder auf dem Platz“. Bis dahin tüftelt sie weiter am Vorbereitungsprogramm. Gut vorbereitet wollen die ASC-Fußballerinnen schließlich sein. „In der A-Liga wieder gerne unter den ersten drei Teams“, bekräftigt Christina Haverkock die sportlichen Ambitionen.

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