1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Senden
  6. >
  7. „Abstieg“ für Ibrahim Das kein Rückschritt

  8. >

Fußball: Oberliga

„Abstieg“ für Ibrahim Das kein Rückschritt

Senden

Ibrahim Das hat einen neuen Verein gefunden. Der junge Sendener steht fortan in Diensten des hochambitionierten Oberligisten TuS Bövinghausen. Dort kickt sogar ein ehemaliger Weltmeister.

Von Florian Levenig

Trug in der Vorsaison den Dress des Regionalligisten RW Ahlen und hat sich jetzt dem hochambitionierten Oberliga-Neuling TuS Bövinghausen angeschlossen: Ibrahim Das (r.). Foto: Imago/Endberg

Zwei Trainings und etwas mehr als eine Hälfte beim 7:2-Testspielsieg über Westfalia Soest: Länger brauchte Ibrahim Das nicht, um Sebastian Tyrala, den Coach des hochambitionierten Fußball-Oberligisten TuS Bövinghausen, von seinen Fähigkeiten zu überzeugen. Dabei war der Auftritt am Wochenende in Soest „sicher nicht mein bester“, wie der junge Sendener einräumt. Trotzdem: kurzer Austausch mit dem Coach nach dem Vorbereitungsmatch, dann sei die Sache geritzt gewesen: „Der Trainer hat mir gesagt, dass ihm mein Spielstil – mit Tempo ins Eins-gegen-eins gehen – gefällt.“ Tyrala sieht Das, den Allrounder, demnach vorn auf der linken Außenbahn – eine Position, auf der sich der Youngster „absolut wohlfühlt“.

Wohl, gutes Stichwort, fühlt sich Das auch im Verein selbst. Die künftigen Teamkollegen hätten ihn von Tag eins an „super aufgenommen“. Auch der namhafteste Akteur der Dortmunder, Ex-Weltmeister Kevin Großkreutz (Das: „guter Typ“). Überhaupt sei Bövinghausen kein gewöhnlicher Amateurverein. Dass der TuS lieber früher als später in den Bezahlfußball will (und sich dieses Vorhaben ein bisschen was kosten lässt), ist allgemein bekannt.

Deshalb empfindet Das den „Abstieg“ – in der Vorsaison kickte der 20-Jährige noch in Liga vier für RW Ahlen – durchaus nicht als Rückschritt: „Klar kann ich mir gerade von Kevin ´ne Menge abschauen. Aber auch die anderen Jungs können ausnahmslos richtig gut zocken. Da kriegt niemand was geschenkt.“ Nicht mal ehemalige Nationalspieler.

Cheftrainer viele Jahre selbst Profi

Das findet das gut, er selbst hat ja ähnlich ehrgeizige Ziele wie sein neuer Verein. Zwar wird beim TuS, anders als in der Wersestadt, nicht täglich trainiert, aber die Übungseinheiten seien sehr fordernd: „Da merkt man schon, dass der Cheftrainer selbst viele Jahre Profi war.“

Sonderlich schwer ist dem Mann aus der Stevergemeinde, der in ganz jungen Jahren beim örtlichen VfL Seite an Seite mit Niklas Castelle (inzwischen FC Schalke 04 U 23) stürmte und später drei Spielzeiten im Dress des BVB bestritt, der Abschied aus Ahlen nicht gefallen: „Zum Ende hin hat es nicht mehr ganz so gepasst.“ Nach einer Verletzungspause verlor Das seinen Platz in der Stammelf des Regionalligisten, den er sich gerade erst erkämpft hatte. Zehn Minuten durfte er danach gegen Rödinghausen noch mal ran, das war’s.

Auch deshalb habe er es „richtig genossen“, in Soest mal wieder von Beginn an auf dem Rasen zu stehen, so Das, der weiter in Senden wohnt. Ein Bonus: Mit Ilias Anan (traf wie der Ex-Herberner Julian Trapp beim deutlichen Auswärtserfolg doppelt) stand ein Kumpel aus gemeinsamen RWA-Tagen ebenfalls in der Startelf. Das erste Saisonspiel bestreitet Bövinghausen am 13. August (Samstag), 17 Uhr, daheim gegen Viertligaabsteiger Sportfreunde Lotte.

Startseite
ANZEIGE