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Fußball: KJSG-Urteil

Akteure des VfL Senden und Referee freigesprochen

Senden

Hoch her ging es Anfang Mai bei einem Jugendspiel des VfL Senden gegen die SG Selm. Jetzt hat sich das Kreisjugendsportgericht mit den Vorfällen befasst.

-flo-

Alles richtig gemacht: Der Schiedsrichter, hier ein Symbolbild, sei nicht für den Spielabbruch in Senden verantwortlich, so das KJSG. Foto: Jürgen Peperhowe

Nach der C-Jugend-Kreisliga-Partie zwischen dem VfL Senden und der SG Selm hatte der Trainer der Gäste, Martin Tembaak, schwere Vorwürfe gegen den Unparteiischen, der das Spiel „einseitig gelenkt“ habe, und mehrere Spieler des VfL, die sich „unsportlich verhalten“ hätten, erhoben (WN, 4. Mai). Das Kreisjugendsportgericht (KJSG) kam zu einer entschieden anderen Bewertung des Sachverhalts. Weder sei dem Referee ein Vorwurf zu machen, noch hätten die Fußballer der Heimmannschaft über die Stränge geschlagen. Das mündliche Verfahren endete mit einem Freispruch für den Schiedsrichter, den Verein selbst, den Trainer des VfL und dessen Schützling. Lediglich ein Verantwortlicher der Sendener muss 50 Euro zahlen, da er, so die Kammer, die Aufsichtspflicht verletzt habe.

Dass der Spielleiter, wie Tembaak behauptet, in der Nachspielzeit vier Zeitstrafen verhängt habe (was der Referee bestreitet) und damit für den Abbruch verantwortlich sei, war für das KJSG nicht nachvollziehbar. Zu dem Zeitpunkt saßen bereits je zwei Akteure beider Teams auf der Sünderbank. Warum also, so der Richter, hätte der Unparteiische ausgerechnet die vier weiteren Hinausstellungen nicht dokumentieren sollen. Zudem sei es Tembaak ja möglich gewesen, nach dem Match selbst einen Blick auf den Spielberichtsbogen zu werfen – was der Coach aber unterlassen habe.

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