Fußball: Kreispokal

Ärmel hoch, Reaktion zeigen – VfL Senden beim SC Greven 09

Senden

Das 0:7 vom Sonntag gegen Werne wirkt nach. Vielleicht ganz gut, dass die Landesliga-Kicker des VfL Senden bereits am Dienstag die Chance haben, im Zweitrundenspiel bei Greven 09 Wiedergutmachung zu betreiben.

Florian Levenig

Bloß nicht straucheln wollen Eldin Celebic (r.) und Co. am Dienstagabend in Greven. Foto: flo

Geschlafen hat An­dré Bertelsbeck in der Nacht auf Montag „wenig bis gar nicht“. Der Coach des Fußball-Landesligisten VfL Senden zählt zu der Sorte Trainer, die ein Desaster wie das am Sonntag gegen Werne (0:7) nicht einfach aus den Klamotten schütteln. Wieder und wieder hat Bertelsbeck darüber gegrübelt, wie das Unheil nach der Pause seinen Lauf nehmen konnte. Und ganz ehrlich: „Einen richtigen Reim darauf kann ich mir immer noch nicht machen.“ Seinen Spielern sei es ähnlich ergangen: „Jedem stand der Schock ins Gesicht geschrieben.“

Personelle Wechsel

Zur Tagesordnung werde natürlich niemand im Sportpark übergehen, „das Geschehen muss aufgearbeitet werden“. Vielleicht sei es aber ganz gut, dass bereits am morgigen Dienstag, 19.30 Uhr, „ein geiles Pflichtspiel“ ansteht, die Zweitrundenpartie im Kreispokal bei Bezirksligist Greven 09. Da werde seine Elf im Wortsinne (ganz sicher) wie in der übertragenen Bedeutung (hoffentlich) ein anderes Gesicht zeigen: „Es wird definitiv personelle Wechsel geben. Jan Reickert, der nach seiner Verletzungspause zuletzt in unserer Zweiten ausgeholfen hat, fährt in jedem Fall mit, Georg Schrader wird, anders als gegen Werne, von Beginn an spielen.“ Ein weiterer Startelfkandidat sei Adrian Keßler. Bei Hendrik Heubrock (Knieprobleme) müsse man schauen, was der Arzt sagt.

Was die Einstellung angehe: „Ich habe als Spieler in solchen Fällen immer die Ärmel hochgekrempelt und wünsche mir, dass die Jungs es ebenso handhaben.“ Auch erinnert Bertelsbeck in dem Zusammenhang an ein Ligaspiel in der vorvergangenen Saison bei Borussia Emsdetten. Dort hatte es damals ebenfalls 0:7 aus VfL-Sicht geheißen – „und die Spieler haben anschließend genau jene Reaktion gezeigt, die ich jetzt wieder erwarte“.

Gleichwohl reise seine Elf nicht zwingend als Favorit nach Greven: „Die Nullneuner haben eine ganz starke Truppe, die mit Macht in die Landesliga will und nicht ohne Grund in Runde eins Herbern bezwungen hat.“

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