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Volleyball: Verbandsliga 4

Aus-Zeit: Shir Ali nicht mehr Coach des ASV Senden

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Iraj Shir Ali und der ASV Senden gehen ab sofort getrennte Wege. Auf der menschlichen Ebene fanden Trainer und Mannschaft nie zusammen. Ein neuer Coach ist bereits gefunden.

-flo-

Kurze Episode: Foto: AZ

Fachlich sei Iraj Shir Ali nichts vorzuwerfen, betont die Abteilungsvorsitzende des ASV Senden, Steffi Venghaus. Das Training, das der Ex-Volleyball-Profi angeboten habe, sei hochwertig gewesen und hätte die junge Mannschaft mit der Zeit garantiert vorangebracht. Nur habe es im zwischenmenschlichen Bereich beinahe von Beginn an gehakt. „Der Coach hat die Mädchen extrem gefordert. Wogegen ja grundsätzlich nichts einzuwenden ist. Aber wenn das dazu führt, dass die Spielerinnen nicht auch mal einen Spaß machen dürfen und bei jedem noch so kleinen Fehler einen Anschiss riskieren, dann macht eine weitere Zusammenarbeit keinen Sinn“, so Venghaus.

Jaeger übernimmt

Vor ein paar Wochen habe es bereits ein Krisentreffen mit Vorstand, Mannschaft und Trainer gegeben. Man wolle sich zusammenraufen und es noch mal miteinander probieren, hieß es seinerzeit. Doch nach einer weiteren Eskalation beim Freitagstraining der endgültige Bruch: Die Abteilungsleiterin teilte Shir Ali am Samstagvormittag mit, dass dessen Engagement zu sofort beendet sei. Der Geschasste habe noch angeboten, bis zum Ende der Hinrunde weiterzumachen. Doch Venghaus hatte bereits „einen Tipp bekommen“ und kurzerhand für Ersatz gesorgt. Schon am Samstag, beim Heimspiel des hiesigen Verbandsligisten gegen den TSC Gievenbeck, saß der neue Mann auf der Bank: Matthias „Franz“ Jaeger – wie Shir Ali als Spieler und Trainer hochdekoriert (mit den Ü 31-Damen des USC Münster war er sieben Mal Deutscher Meister). Der Unterschied laut Venghaus: „Da wurde endlich auch wieder gelacht in der Halle, die Mädchen wirkten regelrecht gelöst.“

Am Montagabend bat der ehemalige Bundesliga- und Nationalspieler den Tabellenletzten zur ersten Übungseinheit. Zuletzt hatte der 56-Jährige den ASV-Konkurrenten USC 3 gecoacht. Über die Dauer seines Engagements in der Stevergemeinde „haben Steffi und ich noch gar nicht gesprochen“.

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