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Fußball: Kreisliga B 3 Münster

Berührt, nicht geschüttelt – Angriff auf den Referee?

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Einem Spieler des VfL Senden 3 droht eine lange Sperre. Er soll den Unparteiischen geschubst haben. Der VfL-Coach widerspricht.

-flo-

Rote Karten gibt es nicht nur bei den Profis, sondern auch in der Kreisliga B. Foto: Archivbild: Peperhowe

Der Vorwurf, der im Raum steht, ist heftig. Gerade deshalb will Robin Wollny, Coach des Fußball-B-Ligisten VfL Senden 3, ihn lückenlos aufgeklärt wissen: „Angriffe auf Unparteiische gehen gar nicht, das wissen meine Jungs natürlich.“ Dennoch habe ein Sendener, so die Darstellung des Spielleiters, ihn bei der Partie zwischen Centro Espanol und dem VfL geschubst. Es droht: eine monatelange Sperre.

Wollny hat sich über den Sonderbericht gewundert: „Mir gegenüber sprach der Schiri von einer Berührung. Klar, darf man auch nicht, daher geht die Hinausstellung für den Spieler in Ordnung. Aber zwischen ,berühren‘ und ,schubsen‘ besteht ein riesiger Unterschied.“

Laut Wollny die Darstellung des Rot-Sünders: „Er hat den Arm um den Referee gelegt, um ihn dazu zu bewegen, ein Tor für uns zu geben.“ Tatsächlich sei der Ball „ganz klar drin“ gewesen, so Sendens Trainer. Es folgten der Platzverweis – und der Abbruch, da die Dritte „im Gefühl, ungerecht behandelt worden zu sein“, geschlossen den Platz verließ. Der Staffelleiter hat den Fall an das Kreissportgericht übergeben. „Die Punkte sind wohl weg“, glaubt Wollny, der aber auf eine „relativ milde Strafe“ für den des Feldes Verwiesenen hofft – „ein ganz lieber Kerl“, der definitiv nichts Böses im Sinn gehabt und beim folgenden Training bittere Tränen vergossen habe.

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