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Fußball: A-Jugend-Bezirksliga

Big Point im Titelrennen – VfL Senden ringt Greven 09 nieder

Senden

Spitzenreiter VfL Senden hat im Top-Duell Verfolger Greven 09 mit 3:1 (1:1) niedergerungen. Bleibt die Frage, ob der Klassenbeste überhaupt aufsteigen will. Und, falls ja, mit welchem Personal.

-flo-

Selbst VfL-Ersatzschnapper Stefan Preis (r.) musste im Feld aushelfen, da am Sonntag acht Stammkräfte erkrankt oder verletzt waren. Foto: flo

Ob seine Jungs wenigstens jetzt, nach dem Sieg über Greven 09, einen Blick auf die Tabelle riskieren dürfen? Phillipp Roberg bleibt da knallhart: „Auf keinen Fall. Wir haben ja noch rein gar nichts erreicht.“ Womit der Coach des U 19-Bezirksliga-Besten VfL Senden einerseits recht hat. Andererseits muss Roberg selbst einräumen, dass das 3:1 (1:1) über die Nullneuner „schon ein Big Point“ war.

Zumal Nottuln (1:2 in Borghorst) am Wochenende patzte. Aber gerade diese scheinbar verrückten Ergebnisse zeigten doch, „dass sich niemand seiner Sache zu sicher sein darf“. Außer Senden (39 Punkte) hätten auch Wettringen (35), Nottuln (35) sowie Greven (33) weiter gute Karten im Kampf um die Meisterschaft. Selbst Herbern (31) und Borussia Münster (28) könnten theoretisch noch aufsteigen. Denn: „Auch wir haben uns in den Partien gegen die vermeintlichen Underdogs schon schwergetan.“

Charaktertest in Mettingen und Epe

So gesehen seien möglicherweise gar nicht die Top-Duelle mit Wettringen (8. Mai) und Herbern (22. Mai) entscheidend für den Ausgang des Titelrennens. Vielmehr erklärt Roberg die Begegnungen bei den Kellerkindern Mettingen (24. April) und Epe (1. Mai) gleichsam zum Charaktertest.

Wobei: Dass seine Schützlinge charakterfest sind, haben sie nicht zuletzt am Sonntag bewiesen. Obwohl acht Mann beim Ligagipfel fehlten und Ersatzschnapper Stefan Preis sowie die beiden B-Jugendlichen Luca Müller und Julius Harhues auf dem Feld aushelfen mussten, rang Senden den vormaligen Ligafavoriten Greven mit unbändigem Willen nieder.

Die Hausherren agierten indes nicht nur leidenschaftlicher als die Gäste, hin und wieder ließen sie auch ihr fußballerisches Können aufblitzen – etwa beim 2:1 (73.), das der auffälligste Sendener, Joris Rieger, sowie Miran Abdullah herausragend vorbereiteten. Somit war die Bahn frei für Max Gruschka, der wenig später ein weiteres Mal traf (79.). Rieger hatte in Hälfte eins, assistiert von Philipp Peil, das 1:0 besorgt (28.), Erik Kolke nach einer 09-Ecke mit dem Pausenpfiff unglücklich das eigene Tor getroffen.

VfL plant zweigleisig

Und jetzt? Die Landesliga – das gab es in dieser Altersklasse beim VfL noch nie – sei „ein Thema, mit dem wir uns logischerweise befassen“, erklärt Sendens Jugendleiter Christian Arends. Da das Team zur Hälfte aus Altjahrgängen besteht und im Sommer nur wenige B-Jugendliche nachrücken, hätten bereits mehrere Externe zur Probe vorgespielt.

„Wir planen zweigleisig“, ergänzt Roberg. Ein Aufstieg ergebe, falls der bestmögliche Fall denn überhaupt eintritt, nur dann Sinn, wenn die Elf eine Klasse höher konkurrenzfähig sei. Ebenfalls offen ist, wer den Chefcoach, der in Senden bleibt, aber die zweite Seniorenmannschaft übernimmt, beerben wird. Fest steht nur, dass Roberg-Assi Niklas Berik weiter dem Trainerteam angehört.

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