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Fußball: Landesliga 4

Brückner geht, Marvin Kemmann kommt

Senden

Weil Johannes Brückner, die langjährige Nummer eins, im zweiten Saisonteil nicht mehr zur Verfügung steht, haben die Verantwortlichen des VfL Senden einen weiteren Schnapper verpflichtet. Der ist beileibe kein Unbekannter im Sportpark. Zwei Angreifer haben den VfL ebenfalls verlassen.

-flo-

Stand bereits zwischen 2016 und 2018 zwischen den VfL-Pfosten: Marvin Kemmann. Foto: oet

Selbst wenn, ergebnistechnisch, beim VfL Senden in der Hinrunde viel Luft nach oben war und kein anderer Landesligist auch nur annähernd do viele Gegentore – 47 insgesamt – kassierte: Auf ihre etatmäßige Nummer eins, Johannes Brückner, haben sie in Senden nie etwas kommen lassen. Nicht nur in der Stevergemeinde halten sie den 25-Jährigen, der 2019 zum VfL gestoßen war, für den vielleicht besten Schnapper der Landesliga. Doch bereits im ersten Saisonteil kam Brückner auf nur neun Einsätze. Künftig steht er der Elf von Rabah Abed gar nicht mehr zur Verfügung, aus „persönlichen Gründen“, wie es heißt.

Nun haben die Sendener mit Leon Friedrich einen zweiten fähigen Keeper im Aufgebot, der seit Mitte Oktober zwischen den Pfosten steht (und wie Brückner vor ihm Schlimmeres verhinderte). Aber mit nur einem Torhüter in die Rückrunde, die ohnehin kompliziert genug für den Vorjahresvierten werden dürfte, zu gehen: Das war den Verantwortlichen zu riskant. Weshalb sie mit Marvin Kemmann einen weiteren Schlussmann für (mindestens) den Rest der Saison geholt haben.

Stark auf der Linie, beidfüßig

Der ist wie Brückner 25 und galt in jungen Jahren als ähnlich hoch veranlagt (beide waren einst in der Jugend-Bundesliga aktiv). Im Sportpark weiß man das deshalb, weil Kemmann dort bereits zwischen 2016 und 2018 zwischen den Pfosten stand. Nach einem zweiten Engagement bei GW Nottuln (Westfalenliga) legte der Zerberus eine Pause ein, zuletzt stand er in Diensten des A-Ligisten PSV Bork.

Abed hat selbst noch mit Kemmann in einem Team gestanden und lobt den Rückkehrer in den höchsten Tönen: „Marvin ist nicht nur auf der Linie stark, sondern darüber hinaus das, was man einen spielenden Torhüter nennt – sogar beidfüßig.“ Dennoch habe Friedrich beim Rennen um den Platz in der Startformation beim Wiederbeginn am ersten Februarwochenende aktuell die Nase knapp vorn: „Das haben wir Marvin gegenüber klar kommuniziert – und hat nicht nur mit Leons Leistungen in den vergangenen Monaten zu tun. Er hat sich bereits in den eineinhalb Jahren davor, als er hinter Johannes die Nummer zwei war, stets vorbildlich verhalten und in jedem Training Gas gegeben.“

Prieto und Al Hamoud ebenfalls weg

Mit Raul Prieto (kehrt zum TuS Hiltrup zurück) und Adel Al Hamoud (schließt sich Ligakonkurrent Concordia Albachten an) haben zwei weitere Akteure den VfL verlassen. Abed bedauert das: „Wir sind von beiden überzeugt und hätten sie gern behalten. Vielleicht hat ihnen ein bisschen die Geduld gefehlt. Ich verstehe ja, dass der eine wie der andere am liebsten jeden Sonntag 90 Minuten durchgespielt hätte. Aber wir haben nun mal eine solche Vielzahl an starken Offensivleuten, dass ich niemandem eine Einsatzgarantie geben kann.“

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