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Fußball: Landesliga 4

Castelle-Wechsel nach Schalke fix

Senden

Zuletzt verdichteten sich die Hinweise, dass Niklas Horst Castelle, hochveranlagter Angreifer, den VfL Senden bereits im Winter verlassen wird. Nun ist es raus: Der 19-Jährige schließt sich einem der größten deutschen Traditionsvereine an.

Von Florian Levenig

Jubelte in der Hinrunde über 24 Treffer für den VfL, geht aber nun für Viertligist FC Schalke 04 U 23 auf Torejagd: Niklas Castelle (M.).. Foto: flo

Die Bestätigung vonseiten des Vereins stand am Donnerstagmorgen noch aus – da hatte die Nachricht im Netz freilich längst die Runde gemacht: Niklas Castelle (VfL Senden) ist ab sofort ein Königsblauer. Am späten Mittwochnachmittag hatte „NHC10“ (die Initialen des 19-Jährigen nebst Trikotnummer) es via Instagram publik gemacht, dazu die Info „Player for @S04“ und ein Foto, das Castelle mit Mathias Schober, dem Chef der Knappenschmiede, bei der Vertragsunterzeichnung zeigt.

Binnen Stunden hagelte es Likes, sehr viele (blaue) Herzen und über 50 Kommentare, Zwei User meinten, halb im Scherz, Top-Torjäger Simon Terodde könne sich „bald warm anziehen“. Allerdings heuert der Ur-Sendener (und Schalke-Fan), der in der laufenden Spielzeit in der Fußball-Landesliga 24 Mal in 16 Spielen für den VfL genetzt hat, nicht bei den Zweitligaprofis an, sondern bei der U 23 (Regionalliga). Zuletzt absolvierte Castelle ein 14-tägiges Probetraining am Berger Feld, kam zu zwei Gastspieleinsätzen für die Elf von Torsten Fröhling und erzielte dabei einen Treffer (WN berichteten).

Nicht aus der Welt

So stolz sie in Senden auf ihr Eigengewächs sind (fast alle Mitspieler gratulierten in den sozialen Medien), so sehr werden sie ihn und seine unerhörte Trefferquote vermissen. Einerseits. Andererseits „haben wir ja noch ein paar mehr exzellente junge Offensivkräfte“, betont Taylan Berik, der sportliche Leiter des VfL. Die hätten „jetzt die Gelegenheit, aus ,Nikis‘ Schatten rauszutreten“. Bruno Geister zum Beispiel. Prince Sanyang. Oder Rückkehrer Jürgen Sinev.

Aus der Welt ist Castelle mit dem Wechsel ins Revier natürlich nicht. Obwohl er künftig fünf Mal in der Woche trainiert, will er seine Ausbildung zum Groß- und Einzelhandelskaufmann bei einem Sendener Unternehmen fortsetzen. „Das ist Niklas` eigener Wunsch, aber auch den Schalkern wichtig“, weiß sein Kumpel, Berater und Ex-Jugendtrainer René Stuhldreier. Mit dem Sport seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können: „Das ist für den Jungen noch ganz schön weit weg.“

Gern hätten die WN mit Castelle selbst über den Transfer gesprochen. Die S 04-Medienabteilung bat aber darum, damit zu warten, bis der Wechsel offiziell verkündet sei (was im Laufe des Donnerstags geschah).

Vorerst kein Geld für den VfL

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