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Fußball: Landesliga 4

Der Kreis schließt sich – Rottstegge zum VfL Senden

Senden

Der VfL Senden vermeldet einen namhaften Neuzugang. Eric Rottstegge, zuletzt vereinslos, könnte bereits in den kommenden Wochen für seinen Heimatverein auflaufen. Thomas Morzonek, einen der beiden VfL-Trainer, kennt der Rückkehrer bestens.

Von Florian Levenig

Eric Rottstegge (M.), hier noch im Dress des TuS Hiltrup, ist ab sofort für seinen Heimatverein VfL Senden spielberechtigt. Foto: Jürgen Peperhowe

Eric Rottstegge erinnert sich noch gut an jenen Pokalfight Mitte Oktober 2020. Er gastierte seinerzeit mit Westfalia Kinderhaus bei seinem Heimatverein VfL Senden. Als klassenhöherer Vertreter waren die Münsteraner klar favorisiert, sie taten sich aber lange schwer beim Underdog. Ein gewisser Niklas Castelle erzielte für die auch spielerisch überzeugenden Sendener die Führung, erst in der Schlussminuten drehte Kinderhaus das Match.

„Man hat schon gesehen, dass da ein paar richtig talentierte Fußballer rumlaufen“, so Rottstegge. In manchen Momenten vielleicht noch – Privileg der Jugend – zu ungestüm. Ein routinierter Stratege, so Rottstegges damaliger Eindruck, fehle dem VfL vielleicht zum Glück. Jemand, der bei Bedarf das Tempo variiert, die Dinge im Mittelfeld sortiert, die vielen Hochbegabten an die Hand nimmt – nicht ahnend, dass er selbst eineinhalb Jahre später für diesen Part vorgesehen sein würde.

Berik beharrlich

Wobei: Dass der seit heute 27-Jährige irgendwann zu den Wurzeln zurückkehrt, war wahrscheinlich eh nur eine Frage der Zeit – so beharrlich, wie Taylan Berik Rottstegge in der Vergangenheit bearbeitet hat. „Ich glaube, das war jetzt das fünfte Mal, dass ich bei ihm angeklopft habe“, erklärt der sportliche Leiter des hiesigen Landesligisten mit einem Schmunzeln. Berik freut sich zum einen deshalb über den Transfer, „weil es ganz ohne erfahrene Leute in dieser Liga nicht geht. Und weil Eric zum anderen von der Innenverteidigung bis zur Zehn praktisch jede Position bekleiden kann.“

Vorgesehen sei, nach Rücksprache mit den Trainern Rabah Abed und Thomas Morzonek, dass er auf der Doppelsechs zum Zuge komme, seiner Lieblingsrolle. Eigentlich war der Wechsel erst zur neuen Saison angedacht. Da Rottstegge jedoch seit der Saison 2020/21 vereinslos war, könnte er schon in den nächsten Wochen sein Comeback im VfL-Dress geben.

Wiedersehen mit Morzonek

„Schön, dass sich für mich nach so vielen Jahren der Kreis schließt“, findet der Allrounder, der bereits zu E- und D-Jugend-Zeiten unter Morzonek trainierte – erst beim VfL, später in Lüdinghausen. Anschließend kickte er vier Jahre bei Preußen Münster in der Junioren-Bundesliga. Noch eine Saison länger stand er in Diensten des TuS Hiltrup, wo er auch die Binde trug. Nach je einer Spielzeit bei Roland Beckum und in Kinderhaus war dann fürs Erste Feierabend. Ein Transfer zum FCE Rheine zerschlug sich, da der Aufwand in der Oberliga nicht mit seinem Referendariat vereinbar war.

Auch in Senden wird Rottstegge, inzwischen Lehrer für Deutsch und Sozialwissenschaften an der Gesamtschule Lengerich, die eine oder andere Übungseinheit verpassen. Das sei mit der sportlichen Leitung und dem Trainerduo aber auch so abgesprochen. Zumal er sich seit der Zeit in Kinderhaus permanent fit gehalten habe. Rottstegge, der in Münster lebt und dessen Bruder Jonas einst das Tor der örtlichen Verbandsliga-Handballer hütete, kommt auf 120 Einsätze (zwölf Tore) in Liga sechs.

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