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Sportkegeln: Westfalenpokal

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze, aber: BW Ottmarsbocholt Außenseiter

Ottmarsbocholt

Der SC BW Ottmarsbocholt greift am Sonntag in Herford nach den Sternen. Schon ein Mal stand ein Team aus der Stevergemeinde im Finale – vor schlappen 42 Jahren.

-flo/pd-

Zweite Finalteilnahme: Helmut Weitkamp. Foto: flo

Am Sonntag steht für die Sportkegler des SC BW Ottmarsbocholt als krönender Abschluss der Saison das Finale um den Westfalenpokal auf dem Programm. Der hiesige Oberligist trifft in Herford auf die KF Gladbeck, die als Aufsteiger in die NRW-Liga als Favorit gelten. Dritter Teilnehmer sind die KF SW Werl, die just den Sprung in die Regionalliga geschafft haben. Die Blau-Weißen treten mit Steffen Weitkamp, Thomas Focke, Leo Ignatzy und Helmut Weitkamp an.

Letzterer war schon vor 42 Jahren dabei, als dem Team aus der Stevergemeinde zum ersten und bis dato einzigen Mal in der Vereinsgeschichte dieses Kunststück gelang. Ebenfalls Mitte 1980 am Start: Walter Stratmann. Der heute 79-Jährige erinnert sich gut an den damaligen Coup: „Das war schon eine ziemliche Sensation.“

Verein erst sechs Jahre vor dem Coup gegründet

Der Verein, der noch KSC 74 Ottmarsbocholt hieß, war erst sechs Jahre zuvor gegründet worden und spielte zu der Zeit in der Kreisliga. Gegner in der entscheidenden Dreierrunde bei Badziong in Bockum-Hövel waren der KSC Rheda (Landesliga) und Erstbundesligist TG Münster. Den Pott holte damals nicht der große Favorit aus der Domstadt, sondern das Team aus Ostwestfalen. Für Stratmann nur ein Beleg dafür, „dass beim Kegeln nicht immer die auf dem Papier stärkste Mannschaft gewinnt. Mindestens ebenso entscheidend ist, wie man mit den jeweiligen Bahnen zurechtkommt.“

Der eigentliche Clou in der Spielzeit 1979/80: Dass es die Ottmarsbocholter überhaupt bis ins Finale geschafft hatten – auch dank des Heimvorteils: „Wir mussten sieben Runden bestreiten, sechs davon bei Vollmer.“ Teils deutlich höherklassige Teams räumten Bernhard Kortmann, Theo Ellertmann, Josef Wierling, Josef Lindfeld, Weitkamp und er aus dem Weg. Eine Partie ist Stratmann besonders im Gedächtnis geblieben: „Das müsste das Duell mit Lippstadt gewesen sein. Bei Halbzeit lagen wir mit 90 Holz zurück, am Ende hatten wir 90 Holz Vorsprung.“ Offenbar gilt auch beim Kegeln der alte Mutmacher: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze.

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