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Fußball: Landesliga 4

Die pure Erleichterung – VfL Senden siegt in Borken

Senden

Geht doch, VfL Senden. Die zuletzt so verunsicherte Elf von Rabah Abed und Thomas Morzonek hat das Auswärtsspiel bei der SG Borken – verdient – mit 3:2 (1:1) gewonnen und das Tabellenende verlassen. Ein Sendener traf doppelt.

Von und

Traf nicht nur doppelt in der Netgo-Arena, sondern riss Meter um Meter ab: Sendens Matchwinner Bruno Geister (r.). Foto: flo

Was für eine Erlösung: Der VfL Senden, der zuvor nur einen Sieg aus sieben Spielen geholt und auswärts in dieser Spielzeit überhaupt erst einen Zähler verbucht hatte, der bis ans Tabellenende durchgereicht worden war, dieser VfL also hat, ausgerechnet in der Fremde, zum ersten Mal seit einer halben Ewigkeit dreifach gepunktet. 3:2 (1:1) hieß es nach 96 aufwühlenden Minuten, fünf Toren, zwei Elfmetern und einem Feldverweis aus Besuchersicht im Duell mit der SG Borken.

Und es sei, gemessen an den Chancen, ein hochverdienter Dreier gewesen, fand VfL-Coach Rabah Abed: „In der ersten Hälfte hatten Bruno Geister und Jürgen Sinev Topchancen, nach der Pause dann erneut Jürgen und später zwei Mal Ali Shinawi. So gesehen hätten wir noch viel mehr Tore schießen müssen. Aber die Hauptsache ist, dass wir es – endlich mal – über die Ziellinie gebracht haben.“

Es ging schon gut los in der Netgo-Arena: Lucas Morzoneks Ball in die Tiefe fand Bruno Geister, der nach innen zog, einen gegnerischen Verteidiger ins Leere laufen ließ und lässig abschloss. Doch die Freude über den gelungenen Spielzug und die 1:0-Führung währte nur fünf Minuten, dann traf Tim Bröcking vom Punkt. Eric Rottstegge hatte den Strafstoß verursacht, den Routinier traf laut Abed aber keine Schuld am Gegentor: „Bereits die Flanke in die Box hätten wir unterbinden müssen.“

Spieler ackern vorbildlich

Die Gäste warf der neuerliche Nackenschlag indes nicht aus der Bahn. Im Gegenteil. Senden tat und machte, zweikämpfte leidenschaftlich auf dem ziemlich ramponierten Naturrasen, riss Meter um Meter ab. „Dieses Engagement – unglaublich“ staunte Abed über die pralle Vorstellung seiner zuletzt so verunsicherten Schützlinge. Fast folgerichtig das 1:2, wieder ein Elfmeter, nachdem der Ball einem Borkener im Sechzehner an die Hand gesprungen war. Morzonek trat an – und vollstreckte.

Turbulent die Schlussphase: Erst sah SG-Mittelfeldmann Raphael Niehoff die Ampelkarte, dann war es erneut der auffällige Geister, der zum 1:3 traf – nach sehenswerter Vorarbeit von Tim Castelle und Shinawi. Spannend wurde es noch mal, als Jannik Bone die x-te Flanke in den Sendener -Strafraum per Kopf verwertete. Doch dann war Feierabend – und der Jubel im Lager der Gäste grenzenlos.

VfL: Friedrich – Celebic, Kleuter, Gottwald, Alnemek (88. Schlögl) – Rottstegge – Dabrowski (78. Heubrock), Morzonek – Castelle (90.+3 Colak). – Geister, Sinev (72. Shinawi). Tore: 0:1 Geister (16.), 1:1 Bröcking (21./FE), 1:2 Morzonek (71./HE), 1:3 Geister (90.), 2:3 J. Bone (90.+4). Gelb-Rot: Niehoff (SG/89.).

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