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Handball: Verbandsliga 2

Eierhoff-Schock überschattet ASV-Niederlage

Senden

Der bis dahin verlustpunktfreie ASV Senden hat das Nachholspiel gegen SuS Oberaden mit 30:34 (14:16) verloren. ASV-Coach Swen Bieletzki hatte danach ganz andere Sorgen.

Von Florian Levenig

War bester Werfer, aber auch tragische Figur seines Teams: ASV-Rückraumspieler Malte Eierhoff. Foto: flo

Der ASV Senden hat – ärgerlich genug – das Nachholspiel daheim gegen SuS Oberaden mit 30:34 (14:16) verloren und damit die ersten beiden Saisonzähler abgegeben. Nur, dass das Swen Bieletzki unmittelbar nach der Begegnung „ziemlich schnuppe“ war. Die einzige Sorge des Sendener Trainers in dem Moment: Dass Malte Eierhoff rasch wieder auf die Beine kommt.

Wurde minutenlang behandelt: Malte Eierhoff. Foto: Foto: flo

Der junge Rückraummann saß immer noch ziemlich groggy auf der Bank. Minutenlang war Eierhoff auf dem Feld behandelt worden Ein Oberadener hatte den ASV-Youngster bei dessen Wurfversuch übel am Oberkörper erwischt, dabei den oft schmalen Grat zwischen Männerhandball und fahrlässiger Körperverletzung knapp überschritten und, mit einer Zwei-Minuten-Strafe bestens bedient, auf der Sünderbank Platz genommen. Während Eierhoff, umringt von den geschockten Teamkollegen, nach Luft rang. Kein Wunder, dass das Sportliche da in den Hintergrund trat.

Abwehr „unterirdisch“

Wobei die erste Saisonpleite durchaus vermeidbar gewesen wäre. Weder im Angriff noch in der Abwehr war der so famos gestartete hiesige Verbandsligist am Samstagabend auf der Höhe. Die 34 Gegentore nannte Bieletzki „unterirdisch“. Auch der in den ersten Wochen überragende ASV-Keeper Tobias Uphues war diesmal kein Faktor (Ersatzmann Ben Lemcke musste, schwer am Kopf getroffen, bereits nach wenigen Minuten wieder runter).

30 geworfene Buden sind ein an sich ansprechender Wert. Bloß habe sein Team vorn „gerade nach der Pause immer und immer wieder die falschen Entscheidungen getroffen“, so Bieletzki. Kreisanspiele, die nicht funktionierten, unüberlegte Abschlüsse, Pässe, die im Nirgendwo landeten, leichte Fangfehler: Wann immer Senden in Schlagdistanz kam und man das Gefühlt hatte, die Partie könnte vielleicht doch noch kippen, geschah irgendein Malheur. Allein auf die Flügelzange Timo Schüring/Lennart Unkell war diesmal Verlass.

Dabei hatte alles so gut begonnen für die Bieletzki-Sieben. Als Kreisläufer Jens Micke – üblicherweise für sechs, acht, zehn Tore gut – das einzige Mal an diesem Abend zum 12:9 (22.) ins Schwarze traf, schien alles fein aus ASV-Sicht. Doch vom anschließenden 0:5-Lauf sollten sich die Gastgeber nie mehr wirklich erholen.

ASV-Tore: Eierhoff (8/5), Schüring (6), Hintze (5), Unkell (4), Schlögl (3), Ernst (1), Klosterkamp (1), Micke (1), van de Pol (1).

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