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Handball: ASV nach Top-Vorbereitung für Saison 2021/22 gerüstet – oder?

Ein Hauen und Stechen

Senden

Der ASV Senden empfängt, nach knapp einjähriger Ligapause, am Sonntag (12. September), 18 Uhr, SuS Oberaden (Alte Halle). Wo sein Team genau stehe, weiß ASV-Coach Swen Bieletzki nicht. Trotzdem: die Vorbereitung macht Mut.

Von Florian Levenig

Neu beim hiesigen Verbandsligisten: Rückraummann Jakob Janssen (v.l.), Keeper Ben Lemcke und Linksaußen Lennart Unkell. Foto: flo

Testergebnisse, hat mal ein schlauer Mensch gesagt, seien immer dann Schall und Rauch, wenn es in der Vorbereitung Niederlagen hagelt. So gesehen hätte Swen Bieletzki jeden Grund, jetzt mal auf den Putz zu hauen. Seine sechs Freundschaftsspiele hat der ASV Senden allesamt gewonnen – angefangen mit dem 35:19 über Niederrhein-Verbandsligist HCTV Rhede, endend mit dem 32:30 gegen Oberligavertreter Tura Bergkamen. Und was macht der Coach: Er hält den Ball bemerkenswert flach.

Er sei da ein gebranntes Kind, erläutert Bieletzki: „2020 lief es in der Vorbereitung ähnlich gut – und wir wissen ja, was dann passiert ist.“ Oh ja, die hiesigen Verbandsliga-Handballer verloren, wenn auch knapp, ihr erstes (und einziges) Saisonspiel daheim gegen den PSV Recklinghausen mit 21:22. Geschichte möge sich 2021/22 – zum Auftakt empfängt Senden am Sonntag (12. September), 18 Uhr, SuS Oberaden – bitte nicht wiederholen, so der größte Wunsch im ASV-Lager.

Prognosen schwierig

Wobei Bieletzki herzlich wenig über den ersten Gegner weiß: „Das Match in der Vorsaison ist bekanntlich ausgefallen, davor war Oberaden eine Klasse höher unterwegs.“ Überhaupt könne nach Corona kaum einer seriöse Aussagen darüber treffen, wie stark oder wie schwach die Gegnerschaft sei: „Es gibt allerdings nach meiner Einschätzung keine Übermannschaft wie vor zwei Jahren Rödinghausen.“

Mit anderen Worten: Es deutet sich ein Hauen und Stechen an – im Rennen um den Aufstieg, ja, vor allem aber mit Blick auf die hinteren Ränge. Da es pandemiebedingt zwei Mal keine Absteiger gab, erwischt es in dieser Spielzeit fünf von 13 Teams. „Da sollte man sich mit dem Punkten tunlichst beeilen“, fordert Bieletzki (im Falle eines Abbruchs nach mindestens der Hälfte aller Begegnungen würde, wie bei den Fußballern, der Zählerquotient ermittelt).

Drei Neuzugänge

Wenngleich er erst in drei Tagen weiß, wie viel die Testresultate wert waren, so hat Sendens Trainer immerhin die relativ gesicherte Erkenntnis, dass seine Truppe stärker ist als 2020/21. Schließlich haben die Sendener keine offiziellen Abgänge zu verzeichnen (außer Keeper Lukas Kümper, der aufgrund eines Referendariats im Rheinland nur in den ersten Wochen zur Verfügung steht). Dafür sind drei Mann neu im Kader: Jakob Janssen, Ben Lemcke und Lennart Unkell. Janssen, hochveranlagter Mittelmann, ist zwar aktuell verletzt, wird aber laut Bieletzki „definitiv seinen Weg gehen“. Keeper Lemcke (kommt wie Janssen aus der eigenen U 19) schaue zwar ein bisschen so aus, „als ob er mit Ball ins Tor fliegt“. Doch der Eindruck täusche: „Ben hat Biss, schmeißt sich furchtlos in jeden Wurf und wird gewiss seine Spielanteile bekommen.“

Dann wäre da noch Unkell, der einzige externe Zugang. Der Linksaußen bringt Erfahrung auf diesem Niveau aus Isselhorst und Altenbeken mit, könne, so sein Trainer, offensiv decken und zünde nach Balleroberungen den Turbo. Vor allem aber „passt Lennart menschlich prima zu uns“.

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