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Fußball: BWO und Davaren geizen mit Toren

Ein typisches 5:5

Ottmarsbocholt

Das Nachbarschaftsduell zwischen BW Ottmarsbocholt und Davaria Davensberg endete mit einem 2:1 (2:0)-Erfolg für die Hausherren. Das Ergebnis hätte aber auch ein völlig anderes sein können.

Von Florian Levenig

In der Nachspielzeit brachte BWO-Innenverteidiger Linus Silla (r.) Mehdi Dirani in der Box zu Fall. Foto: flo

Unser Vorschlag an Mike Raed: an den kommenden beiden Sonntagen, wenn Davensberg zwei Mal aussetzt, verschärfte Torschusseinheiten. „Bringt nix“, winkt der Coach der Davaria ab, „im Training machen die Jungs die Dinger alle weg.“ Nur halt im Spiel nicht. Und so endete das A-Liga-Nachbarschaftsduell bei BW Ottmarsbocholt, das gut und gerne 5:5 hätte ausgehen können, mit einem 2:1 (2:0)-Erfolg für die Hausherren.

BWO-Spielertrainer Sebastian Schnetgöke freute sich nach dem zweiten Derbysieg binnen acht Tagen „vor allem über die Punkte – und unsere beiden Treffer“. Das erste hatte Malte Goerdt per Freistoß erzielt (29.), das zweite Stephan Rosenberger nach einem herrlichen 50-Meter-Solo (45.). Ansonsten sei dagegen fußballerisch vieles Stückwerk geblieben – insbesondere nach dem Wechsel, als Davensberg das spielbestimmende Team war. „Da hat uns in einigen Momenten die Ruhe gefehlt“, monierte Schnetgöke.

Nicht, dass die Besucher das entscheidend zu nutzen gewusst hätten. Mehdi Dirani, Benedikt Godek und Thanuyen Markandesar ließen selbst dickste Einschussmöglichkeiten aus – während Raed, selbst einst ein gefürchteter Goalgetter, die Welt nicht mehr verstand: „Muss ich ,Thanu‘ denn ernsthaft erklären, wie man aus fünf Metern den Ball reinschiebt statt am Tor vorbei?“

Als die Gäste schließlich doch noch jubelten, war es bereits zu spät: In der Nachspielzeit hatte BWO-Innenverteidiger Linus Silla Dirani in der Box gelegt, den fälligen Strafstoß verwandelte Mahmoud Mahmoud zum 2:1-Endstand (90.+1). Da agierten die Davensberger bereits in Unterzahl, Mohammed Kassassir hatte eine Viertelstunde vor dem Abpfiff Gelb-Rot gesehen.

„Dass wir uns mit zehn Mann gegen die Niederlage gestemmt haben, dass wir uns die vielen Chancen überhaupt erarbeitet haben: Das ist etwas, worauf wir aufbauen können. Aber wir dürfen nicht weiter so verschwenderisch mit den Gelegenheiten umgehen“, so das Schlussfazit des Davensberger Trainers.

BWO: Kerkenhoff – Münch (83. B. Silla), Schmauck, L. Silla, Sybel – Schnetgöke, Wiegert – Goerdt (76. Simon), Lindfeld, Rosenberger (86. A. Khazneh) – Beutel (65. Schulze-Vorwick). Davaria: Piotrowski – Bruck, Mahmoud, Kleine (60. Shabani), Kaiser (65. Ermann) – Bolle (72. Pravdic), J. Raed – Kassassir, Markandesar (82. Melzer), Dirani – Godek. Tore: 1:0 Goerdt (29.), 2:0 Rosenberger (45.), 2:1 Mahmoud (90.+1/FE). Gelb-Rot: Kassassir (77./Davaria).

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