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Fußball: Landesliga 4

Er ist wieder da – Lucas Morzonek zurück beim VfL Senden

Senden

Der VfL Senden hat, wenige Wochen vor Saisonbeginn, einen weiteren zentralen Mittelfeldspieler verpflichtet, Lucas Morzonek. Möglich macht das der Arbeitgeber des 26-Jährigen. Eingewöhnungsprobleme dürfte der Mann keine haben.

Von Florian Levenig

Zurück im Schoß der VfL-Familie: Lucas Morzonek (l.). Der Ur-Sendener hat in der Vergangenheit schon mehrfach im Sportpark gekickt. Foto: flo

Das Bild von der Rückkehr des verlorenen Sohnes mag ein wenig abgegriffen sein. Aber wenn es irgendwo passt, dann ja wohl bei Lucas Morzonek und dem VfL Senden. Der Bursche ist nicht nur Ur-Sendener, Papa Thomas ist zudem einer der beiden Trainer des hiesigen Landesligisten. Wobei: Sie haben den 26-Jährigen natürlich nicht der verwandtschaftlichen Bindung wegen (oder weil er irgendwie immer schon Teil der VfL-Familie war) an die Bulderner Straße gelotst, sondern weil der Mann ein äußerst brauchbarer Fußballer – technisch versiert, enorm hohe Passquote, exquisite Standards, strategisches Geschick – ist. Und weil er zur kleinen, feinen Ü 25-Fraktion beim VfL zählt, die die blutjunge Rasselbande im Sportpark bei Bedarf an die Hand nehmen soll.

Drei Jahre im Kreis Höxter

Dass er in den Jahren seiner Abwesenheit – seit 2019 war Morzonek berufsbedingt bei der SpVg Brakel (Landesliga 3) im Einsatz – von seinem Können wenig bis nichts eingebüßt hat, war bereits in den drei Testspielen in Emsdetten und Hassel sowie gegen Türkspor erkennbar. Beim 2:4 gegen den Top-Westfalenligisten aus Dortmund „hat unser Spiel nach Lucas’ Einwechslung sofort an Struktur gewonnen“, schwärmte Rabah Abed hinterhe. Der andere VfL-Coach hat zu seiner aktiven Zeit als Stürmer selbst lange genug von den Zuspielen des klassischen Zehners (der ebenso auf der Sechs agieren kann) profitiert.

Und noch einer wird sich über das Wiedersehen mit „Motze“ freuen: Eric Rottstegge. „Die beiden standen praktisch seit dem Kindergarten gemeinsam auf dem Feld“, erinnert sich Thomas Morzonek – erst beim VfL, dann in Lüdinghausen, wieder in Senden und schließlich bei Preußen Münster, wo der Sohnemann 43 Mal in der Junioren-Bundesliga auflief. Erst im Seniorenbereich, in dem Lucas Morzonek zwei weitere Male für seinen Heimatverein sowie bei GW Nottuln und zuletzt eben im Kreis Höxter kickte, trennten sich die Wege.

Versetzung nach Münster

Obwohl Spieler, Trainer und Verantwortliche des VfL schon seit Monaten sehr hartnäckig auf den Transfer hingewirkt haben: Fix ist die Sache erst seit dem Wochenende. Da war die Versetzung von Lucas Morzonek, im Hauptjob Polizeibeamter, nach Münster durch. „Knapp 200 Kilometer von Brakel nach Senden zu jedem Training zu gurken, wäre natürlich keine Option gewesen“, so der Rückkehrer, der sich nun mit seiner Freundin eine Bleibe in der Domstadt sucht und sich auf die neue, alte Aufgabe freut: „Dass Senden ´nen attraktiven Ball spielt, habe ich natürlich über meinen Papa und die alten Kumpels mitbekommen, aber das spricht sich auch in Westfalen allmählich rum.“

Da Morzonek junior fortan im Schichtdienst arbeitet, wird er die eine oder andere Übungseinheit verpassen. Für Morzonek senior erstmal kein Problem: „Joshua Dabrowski, unser Kapitän, ist ebenfalls bei der Polizei – und der Fitteste überhaupt im VfL-Kader. Klar ist aber auch: Er und Lucas müssen, wenn wir ihnen diesen Sonderstatus gewähren, liefern. Sonst geraten wir denen gegenüber, die bei jedem Training vor Ort sind, in Erklärungsnot.“

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