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Fußball: Landesliga 4

Geister-Stunde am Nachmittag? – Stürmer des VfL Senden zurück

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Der VfL Senden empfängt am Sonntag (21. August), 15 Uhr, den Werner SC. Ein Sendener will in der neuen Saison die alte Torquote bestätigen. Ganz so abgebrüht wie sein großes Idol ist der Youngster vor dem Kasten aber noch nicht.

Von Florian Levenig

„Haben genug Leute, die wissen, wo die Bude steht“: Bruno Geister (v.l.) mit den VfL-Kollegen Joshua Dabrowski und Jürgen Sinev. Foto: flo

Falls es überhaupt einen günstigen Zeitpunkt für ein solches Malheur gibt: Die Knöchelverletzung, die sich Bruno Geister am 10. April, im Heimspiel des VfL Senden gegen den TuS Altenberge, zuzog, dürfte kaum in diese Kategorie fallen. Nicht nur der junge Angreifer selbst wurde jäh in seinem Tordrang gestoppt. Auch die imposante Siegesserie des hiesigen Fußball-Landesligisten ging mit Abpfiff jener Partie zu Ende.

Vier Monate später, vergangenen Sonntag in Ahaus, stand der 20-Jährige endlich wieder in einem Meisterschaftsspiel auf dem Platz – und beinahe wäre es eine Rückkehr nach Maß geworden. Zwar traf Geister kurz nach seiner Einwechslung nur den Pfosten, doch den Abpraller verwertete Lucas Morzonek zum 2:2-Endstand. „Schade, dass wir das Spiel nicht komplett gedreht haben“, findet Geister, der dafür ein dickes Lob von VfL-Coach Rabah Abed bekam: „Mit der Hereinnahme von Bruno, Sefai Colak und Hendrik Heubrock war es nach schwacher erster Hälfte ein völlig anderes Spiel.“

Tore daheim umso schöner

Vielleicht hat sich der Youngster das Tor ja bloß für den morgigen Sonntag aufgespart, wenn der hochgewettete Werner SC an der Bulderner Straße gastiert. Geister-Stunde im Sportpark? Wieso nicht? Daheim, mit den Fans im Rücken, mache das Einnetzen noch mal so viel Spaß, findet der flinke Offensivmann.

Zwölf Mal war Geister in der Vorsaison erfolgreich, 2022/23 „dürfen es gern ein paar Buden mehr sein“. Besonders gut war die Quote zu Beginn der Rückrunde, „da ist Bruno ganz klar aus ,Nikis‘ Schatten getreten“, erklärt Sendens anderer Trainer Thomas Morzonek. Bis dahin war es ja immer so gewesen: Hatte einer der vielen Hochveranlagten im VfL-Sturm Ladehemmung, traf halt Niklas ,Niki‘ Castelle.

Seit dem Weggang seines besten Kumpels zu Schalkes U 23 müssen es die Kollegen und er selbst richten. Das sei aber auch okay: „Wir haben vorn genug Leute, die wissen, wo das Tor steht. Unsere Offensive zählt zum Besten, was die Liga zu bieten hat.“ Schon aufgrund des großen Konkurrenzdrucks innerhalb des Teams „geben alle in jedem Training Gas. Niemand will sonntags auf der Bank sitzen.“

Am liebsten vorne rechts

Geisters Lieblingsposition ist die vorne rechts, wenn er mit Tempo nach innen ziehen und ins Eins-gegen-eins gehen kann. Der Robben-Move also. Wobei nicht der Niederländer das Vorbild des Mannes aus der Stevergemeinde ist, sondern Karim Benzema (Real Madrid). Nanu, fehlt dafür nicht noch ein bisschen was an Masse? „Doch, schon“, sagt Geister, im Vergleich mit dem wuchtigen Franzosen eher ein Hemd. „Und auch von seiner Kaltschnäuzigkeit kann ich mir jede Menge abschauen.“

Überhaupt: Der VfL und die Chancenverwertung. Respektable 68 Treffer gelangen den Sendenern 2021/22, es hätten aber locker 100 sein können. Weiß auch Geister, der in ähnlichen Worten das bestätigt, was sein Teamkollege Tim Castelle den WN mal erzählt hat: „Wir berauschen uns bisweilen selbst am One-Touch-Fußball – statt das Ding einfach mal mit dem zweiten Kontakt reinzumurmeln.“

WSC wie ein angeschlagener Boxer

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