Fußball: Kreispokal

Gestörte Kommunikation – VfL Senden am Donnerstag bei Klub Mladost

Senden

Erst sollte der VfL Senden am Donnerstag (8. August) bei Klub Mladost antreten, dann 48 Stunden eher. Nun ist doch wieder alles beim Alten – und reichlich Porzellan zerschlagen worden.

Florian Levenig

Nun also doch am Donnerstag im Pokal gefordert: VfL-Neuzugang Luca Veronelli (l.) und Co. Foto: flo

Dass sich Klub Mladost und der VfL Senden doch noch auf einen Termin einigen würden, an dem das Erstrundenspiel im Kreispokal ausgetragen wird, schien noch am Montagmittag fraglich. Zu sehr schienen die Fronten verhärtet.

Die Münsteraner argwöhnten, Pokalspielleiterin Manuela Imholt habe sich bei der Neuansetzung – ursprünglich hätte am Donnerstagabend gekickt werden sollen – auf die Seite des hiesigen Landesligisten geschlagen und die Wünsche des eigenen Vereins schlicht ignoriert. „Wir sind ja nur ein kleiner B-Ligist“, erklärte Coach Tom Feuerstacke auf WN-Anfrage mit leicht sarkastischem Unterton. Imholt habe den Dienstag auf Drängen der Sendener ausgewählt, ohne den unterklassigen Verein zu fragen, ob diesem der Termin überhaupt genehm sei, ärgerte sich der Mladost-Trainer.

Sowohl die Sendener als auch Imholt widersprechen dieser Darstellung. Ja, sie sei für die Ansetzung verantwortlich, so die Pokalspielleiterin. Aber erst, nachdem sie – mehrfach – vergeblich versucht habe, einen Mladost-Vertreter telefonisch zu erreichen. Gleichzeitig habe sie den Münsteranern eine E-Mail mit dem ausdrücklichen Hinweis geschickt, diese sollten sich doch bitte äußern, falls etwas dagegen spreche.

Die VfL-Verantwortlichen wiederum argumentieren, der Donnerstag sei für sie deshalb zunächst nicht in Betracht gekommen, weil in den überkreislichen Ligen bereits drei Tage später wieder um Punkte gekickt wird. Es folgten ein paar „unschöne Anrufe“ mit gegenseitigen Vorwürfen, so schildert es ein Vorstandsmitglied. Dann: Funkstille.

Aus Münster war schließlich zu vernehmen, Mladost trete einfach nicht an am Dienstagabend – was den Klub 100 Euro gekostet hätte. Am Montag dann die neuerliche Wendung: Der Platz, den sich die Domstädter mit Eintracht Münster teilen, stehe nicht zur Verfügung (wieso das nicht früher bekannt war, fragen sich jetzt die Sendener). Imholt versuchte im Laufe des Tages, die Wogen zu glätten. Nachmittags dann die Nachricht: Die Partie findet doch am Donnerstag, 19.30 Uhr, statt – ärgerlich aus Sicht des VfL, der aber, wie es heißt, kein weiteres Öl ins Feuer gießen mochte.

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