Beachvolleyball: U 17-DM

Haltern am Silber-See – Lea Venghaus DM-Zweite

Senden

Lea Venghaus (ASV Senden) und Franka van der Veer (BSV Ostbevern) haben bei den nationalen Nachwuchsmeisterschaften Rang zwei belegt – und reichlich Überstunden abgeleistet.

Florian Levenig

Faustdicke Überraschung: Lea Venghaus (l.) und Franka van der Veer wurden bei der U17-DM erst im Finale gestoppt. Foto: privat

Lea Venghaus kannte Franka van der Veer (BSV Ostbevern) schon vorher, klar. Auf Lehrgängen oder Turnieren sei man sich immer mal wieder über den Weg gelaufen, erklärt die junge Beachvolleyballerin des ASV Senden. Nur gemeinsam auf dem Court standen beide halt noch nie. Umso bemerkenswerter ist das Abschneiden des Verlegenheitsduos am Wochenende: Bei den nationalen U 17-Meisterschaften in Haltern am See wurden Venghaus/van der Veer erst im Finale gestoppt.

Angesichts der Umstände – Venghaus’ etatmäßige Partnerin Rieke Kaiser (Union Lüdinghausen) hatte erkrankt abgesagt, nur zwei Mal konnte sie im Vorfeld mit der Ersatzpartnerin (die praktisch schon auf dem Weg in den Urlaub war) im Sand üben – „sind wir ohne großen Erwartungen zur DM gefahren“, erklärt die Sendenerin. Die K.o.-Runde sollte es schon sein. Aber dann? „Mal schauen, was geht.“

Es ging dann so Einiges. Die Winner-Runde erreichte das neu formierte Duo ohne Satzverlust. Dort der erste Paukenschlag, als Venghaus/van de Veer die amtierenden Westdeutschen Meister Kaia Baker/Luisa van Clewe (VC Minden/BW Dingden) – in Haltern an Position zwei gesetzt – in drei Sätzen niederrangen (17:15, 14:16, 15:8). Anschließend bezwangen sie, wieder in drei Durchgängen (11:15, 15:11, 15:11), die ähnlich hoch eingestufte Paarung Annika Berndt/Hannah Kohn (Heidelberger TV/VfB Ulm).

Richtig dramatisch wurde es dann in der dritten K.o.-Runde: Insgesamt sechs (!) Matchbälle wehrten Venghaus/van de Veer ab, ehe der 2:1 (12:15, 18:16. 17:15)-Sieg über Samantha Schwurack/Jette Sommer (Lok Engelsdorf/Dresdner SC) unter Dach und Fach war. Die drei umkämpften Begegnungen auf dem Weg ins Halbfinale hätten „schon ein paar Körner gekostet“, so die Abwehrspezialistin aus der Stevergemeinde.

Für den relativ lockeren 2:0 (15:9, 15:10)-Vorschlussrundensieg über das andere Überraschungsteam Emily Dod/Svenja Rodenbusch (TV Niederstetten/FT Freiburg) reichte die Kraft noch, im Endspiel machte sich der Substanzverlust indes doch bemerkbar. Dem top-gesetzten Paar Lotta Weiß/Samira Winkler (TB Weiden/VB Regenstauf) unterlagen die Sendenerin und die Ostbevernerin im Endspiel mit 7:15 und 10:15.

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