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Beachvolleyball: EM-Nachlese

Harmonische Beziehung auf Zeit – Tillmann/Laboureur stark

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2020, damals noch mit Kim Behrens, wurde Cinja Tillmann EM-Zweite. Auch bei den Titelkämpfen in Wien überzeugte die routinierte Sendenerin – allerdings nicht mir ihrer eigentlichen Partnerin.

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Freuten sich über Rang fünf in der österreichischen Hauptstadt: Cinja Tillmann (r.) und Interimspartnerin Chantal Laboureur. Foto: dpa

Es ist ja nicht so, dass Cinja Tillmann im Sand gerade solo wäre. Die Sendenerin weiß, im Gegenteil, mit Svenja Müller eine hochveranlagte Beachvolleyballerin an ihrer Seite. Fernziel: Paris 2024. Weil aber der Ex-Jugendeuropameisterin die nötigen Ranglistenpunkte fehlen, um auf der großen internationalen Bühne mitzumischen, musste sich Tillmann im Frühjahr eine Interimspartnerin suchen. Die Wahl fiel auf Chantal Laboureur. Und es war ein ausgesprochen erfolgreiches Intermezzo, das mit Rang fünf bei der EM zu Ende ging.

Es sei sogar noch ein bisschen mehr drin gewesen in Wien. Ganze zwei Pünktchen fehlten Tillmann, die 2020 in Lettland mit Kim Behrens Silber gewonnen hatte, und Laboureur zum Erreichen der Vorschlussrunde. „Gerade in den Sätzen zwei und drei waren wir nicht immer auf der Höhe“, räumt die 30-Jährige ein. Tina Graudiņa und Anastasija Kravčenoka, die Lettinnen, spielten um die Medaillen, Tillmann und Laboureur kehrten ohne Edelmetall nach Deutschland zurück.

Der ganz große Druck fehlt

Enttäuscht? Nicht die Bohne. Das Wetter, die tolle Pop-up-Arena am Heumarkt, überhaupt mal wieder vor Publikum zu spielen: Sie habe die Wettbewerbe „echt genossen“, berichtet die Frau, deren Laufbahn einst beim ASV Senden begann. Weil das Projekt von vornherein eines auf Zeit war, habe der ganz große Druck gefehlt. Wenn aber zwei so erfahrene Spielerinnen, die beide „über ein bisschen Ballkontrolle verfügen“, gemeinsame Sache machen, stelle sich der Erfolg fast zwangsläufig ein. Noch höher als das EM-Abschneiden sei der vierte Rang in Cancún/Mexiko beim allerersten Auftritt des Duos im April zu bewerten.

Aktuell bereiten sich Tillmann/Müller in Witten und Hamburg auf die Beach-DM (2. bis 5. September) vor. Bei den kontinentalen Titelkämpfen in Timmendorfer Strand stand die Sendenerin bereits drei Mal auf dem Podium.

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