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Reiten: Turnierabsagen

Konzepte tragfähig, aber: Kein Kreisvierkampf

Kreis Coesfeld

Alles war coronakonform vorbereitet. Doch das nutzt dem KRV Coesfeld wenig, der Vierkampf aus Laufen, Schwimmen, Dressur und Springen in der Dorfbauerschaft fällt ins Wasser. Für den Gastgeberverein RV Senden ist das nicht die einzige schlechte Nachricht.

Frank Wittenberg

2018 landete Amelie Tönnissen (RV Lüdinghausen/M.) in der Einzelwertung auf Platz zwei, Luca Marie Mevenkamp (RV Seppenrade) wurde Dritte. Der Sieg ging an Laurenz Terbrack (RV Nottuln). In diesem Jahr fällt der Wettbewerb coronabedingt aus. Foto: Arends

Das Konzept stand. Trotz der unterschiedlichsten Voraussetzungen bei Laufen, Schwimmen, Dressur und Springen: Sie hätten es gut und verantwortungsbewusst über die Bühne gebracht, da ist sich Markus Terbrack sicher. „Jetzt ist es das nächste Event, das verschoben werden muss“, zuckt der Vorsitzende des Kreisreiterverbandes (KRV) Coesfeld mit den Schultern. Der Vierkampf der Reiter, der für das Wochenende in Senden geplant war, fällt der Corona-Schutzverordnung zum Opfer. „Schade, aber die Infektionszahlen gehen wieder hoch“, sagt Terbrack. „Da müssen auch wir zurückstecken.“

Früh schon haben sich die Verantwortlichen Gedanken gemacht, wie der Reitsport unter Corona-Bedingungen stattfinden kann. „Die Hygienekonzepte haben sich als umsetzbar erwiesen“, weiß Terbrack von gelungenen Veranstaltungen während des Sommers zu berichten. Auch der Vierkampf hätte funktionieren können: „Das Schwimmen in Lüdinghausen und das Laufen hätten wir in kleinen Gruppen mit Abstand durchgeführt“, erklärt er. Dressur und Springen waren in der ebenso neuen wie großzügigen Halle in Senden vorgesehen, inklusive Maskenpflicht und aller Vorsichtsmaßnahmen. Zeitlich hätten die Wettbewerbe entzerrt werden können, sodass nicht alle Sportler den ganzen Tag über hätten vor Ort sein müssen, betont der KRV-Vorsitzende: „Das alles hätten wir problemlos gemeistert.“

Kreis will Corona-Erfahrungen 2021 nutzen

Verschoben ist der Vierkampf, möglichst nicht aufgehoben. Denn wenn die Verordnungen es wieder zulassen, seien Turniere auch auf der Grundlage der gesammelten Erfahrungen mit gutem Gewissen durchführbar,macht Terbrack deutlich. „Auf unseren Veranstaltungen sind die Kinder und Erwachsenen sicher aufgehoben.“ So sei auch vor vier Wochen der Bundesvierkampf in Appelhülsen mit Teilnehmern aus ganz Deutschland reibungslos über die Bühne gegangen. Von diesen Erfahrungen werde der Reitsport 2021 profitieren, denn das Coronavirus sei dann ja nicht plötzlich verschwunden. Immer noch anders als gewohnt werde es laufen – „aber wir wollen gerade den Kindern und Jugendlichen Anreize bieten, wofür sie regelmäßig trainieren.“

Umso erleichterter ist Terbrack, dass im Gegensatz zum ersten Lockdown im Frühjahr die Reiter mit ihren Pferden auch in der Halle trainieren dürfen. „Das ist ein Privileg.“ Und: „Es ist sehr erfreulich, dass die Landesregierung in ihrer Verordnung an den Pferdesport gedacht hat.“ Als problematisch empfindet der KRV-Vorsitzende allerdings die Vorgabe, dass tatsächlich nur ein Reiter und sein Pferd dieses Training durchführen dürfen. „Es darf ja kein Unterricht stattfinden.“ Er hoffe diesbezüglich noch auf Ausnahmeregelungen, an denen bereits in einigen Landesverbänden gearbeitet werde: „Denn es wäre gerade für die vielen Kinder und Jugendlichen gut, dass die Trainer sie auch weiter unterstützen.“

RV Senden doppelt gekniffen

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