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Fußball: Kreisliga A

Moderater Austausch – drei Neue für BW Ottmarsbocholt

Ottmarsbocholt

Ex-Coach Patrick Döhla war bei BW Ottmarsbocholt über Jahre der Mann für die flotten Sprüche. Mit Lars Müller hat er zumindest in diesem Punkt einen würdigen Nachfolger gefunden. Neu im Kader sind auch drei Spieler.

Von Florian Levenig

Freuen sich auf ein paar richtig schöne Laufeinheiten in den kommenden Wochen (v.l.): Sebastian Schnetgöke, Andreas Rudi, Lars Müller, Benedikt Godek und Christian Schmauck Foto: flo

Donnerstag, 19 Uhr, Trainingsauftakt bei Fußball-A-Ligist BW Ottmarsbocholt. Wie ist sie denn nun genau, die Arbeitsteilung zwischen Sebastian Schnetgöke, dem spielenden Coach, und Lars Müller, dem Neuen an der Seitenlinie. „,Schneti‘ macht die Konditionseinheiten“, scherzt Müller, „da macht er sich bei den Jungs richtig beliebt“. Halten wir also fest: Der Mann, der Patrick Döhla ablöst, ist fortan für die flotten Sprüche zuständig (so wie vor ihm Döhla). Ansonsten „macht jeder alles“, ergänzt Schnetgöke, eine strikte Trennung gebe es da nicht. Nur das Kicken ist für Müller, der als Spieler der goldenen Generation des SV Davaria Davensberg in den 1990er Jahren angehörte, keine Option.

Für den Part haben die Verantwortlichen um Christian Schmauck, den sportlichen Leiter, drei andere Leute geholt. Benedikt Godek (23), den Schnetgöke bereits in der Jugend des VfL Senden unter seinen Fittichen hatte, kommt auch deshalb aus Davensberg, weil „die Kommunikation dort zum Ende hin nicht mehr so gepasst hat“. Bei den Blau-Weißen soll der klassische Neuner mit der dazugehörigen Statur kurz- bis mittelfristig die Lücke füllen, die Ottmarsbocholts ewiger Torjäger Daniel Mangel (früher Beutel), seit Juni in Fußballrente, hinterlässt.

Zwei Ex-Davensberger, ein ehemaliger Sendener

Ebenfalls aus dem Nachbarort kommt Rechtsverteidiger Lukas Bruck (24), der aber jobbedingt in den kommenden Wochen und Monaten nicht zur Verfügung steht. Bleibt Andreas Rudi (31), langjähriger Sendener, der im Konzept des künftigen VfL 2-Trainers Phillipp Roberg keine wirkliche Perspektive mehr für sich sah und wie Godek die Offensive beleben soll.

Nach dem großen Umbruch in der Vorsaison, als allein aus der eigenen Jugend ein halbes Dutzend Spieler zur Ersten stieß, nun also ein eher moderater Austausch. Neben Mangel stehen nur Daniel Simon (Laufbahnende) und Standby-Akteur/Betreuer Patrick Heitkötter (versucht sich wie Bruder Marcel als Triathlet) nicht mehr zur Verfügung. Unklar ist, ob Top-Talent Damien Vernauer, der ein zweites Mal unters Messer muss, zurückkehrt (in der Hinrunde jedenfalls nicht).

Dass die Blau-Weißen ungewöhnlich früh dran sind und immerhin sechs Freundschaftsspiele – das erste in acht Tagen bei A-Liga-Neuling Appelhülsen – vereinbart haben, liegt vor allem daran, dass Müller sich mit dem kickenden Personal vertraut machen will. Highlight der Testphase: das Gemeindeduell am 12. Juli (Dienstag), 19.30 Uhr, daheim mit Landesliga-Schwergewicht VfL Senden. „Das wird ’ne richtig schöne Laufeinheit“, glaubt Müller, diesmal nur halb im Spaß.

Und was bringt die neue Saison? „Im taktischen Bereich müssen wir zulegen“, fordert Schnetgöke. Außerdem habe das Team, gerade in der Rückrunde, viele Zähler ohne Not hergeschenkt. Das dürfe sich keinesfalls wiederholen – um gar nicht erst in die Bredouille zu geraten. Titelkandidaten sind laut Müller Mecklenbeck, Selm, Bösensell und Aufsteiger Amelsbüren.

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