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Fußball: Kreisliga B 3 Münster

Momentaufnahme macht Laune – VfL Senden 2 das Team der Stunde

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Der VfL Senden 2 führt die Tabelle nach acht Runden an. Für Coach Phillipp Roberg kein Grund, locker zu lassen. Die wirklich kniffligen Aufgaben kommen erst noch.

-flo-

Max Gruschka (l.), einer aus der U19-Meistermannschaft, und Co. grüßen derzeit von der Spitze. Foto: Levenig

Nur gut, dass der SC Capelle am Wochenende den ersten Sieg eingefahren hat, ein 4:1 beim ESV Münster. Findet jedenfalls Phillipp Roberg, Coach der B-Liga-Fußballer des VfL Senden 2, und nennt zwei Gründe. Zum einen „können wir jetzt nicht mehr die Deppen sein, die dort als erstes Team Punkte lassen“. Zum anderen schärfe das Resultat die Sinne seiner Mannen, die am Sonntag (9. Oktober), 15 Uhr, im Nordkirchener Ortsteil gastieren: „Wir müssen uns in dieser Spielklasse alles hart erarbeiten – auch und gerade in Capelle.“

Die eigene Truppe hat vor fünf Tagen ebenfalls 4:1 gewonnen, gegen Hiltrups Dritte. Allerdings war es für die Roberg-Elf nicht der erste Dreier, sondern der siebte. Am Stück. Senden ist das Team der Stunde und führt die Tabelle nach acht Runden an – nicht die (noch) höher gewetteten Teams aus Süd- und Nordkirchen. Dass der VfL-Unterbau eine ordentliche Rolle spielen würde, hatte der Coach, für den es nach hocherfolgreichen Jahren im VfL-Jugendbereich die erste Station bei den Senioren ist, zwar geahnt. Aber: „Wie schnell sich die Mannschaft gefunden hat, kommt für mich schon ein wenig überraschend.“

Ziemlich bunter Haufen

Zur Einordnung: Es ist ja ein ziemlich bunter Haufen, den die Kollegen Felix Kintrup (Ex-Spieler der Ersten), René Stuhldreier (stand bereits in früheren Jahren an seiner Seite) und er da im Sommer übernommen haben. Mehrere Talente aus jener A-Jugend-Combo, die Roberg 2021/22 in die Landesliga führte, tummeln sich ebenso im Aufgebot wie Spieler, die aus der dritten und sogar der vierten Mannschaft dazugestoßen sind.

Und ein paar Leute, die schon länger in der Zweiten zocken. Aus diesem doch eher heterogenen Mix eine homogene Einheit zu formen: Das, so der Chefcoach, funktioniere schneller und besser als gedacht – wenngleich „logischerweise noch nicht jedes Rad ins andere greift und wir, anders als etwa mit der U 19, nur zweimal in der Woche trainieren“.

Ein weiterer Vorteil: der relativ ausgeglichene Kader. Dadurch könne er, erstens, „in jedem Match fünfmal wechseln, ohne dass darunter die Qualität leidet“. Und zweitens? „Fördert das die natürliche Konkurrenz in der Woche. Jeder gibt Gas, um am Sonntag in der Startelf zu stehen.“

Spaß muss sein

Die Altersspanne reicht von 18 bis 30. Wobei Kategorien wie „alt“ oder „jung“ Roberg eh fremd sind: „Jeder, der mitzieht, offen für Neues ist und Bock hat, sich weiterzuentwickeln, ist bei uns willkommen.“ Im Gegenzug bekämen seine Schützlinge qualifizierte Übungseinheiten geboten, bei denen der Spaß nie zu kurz komme. Wobei die Laune ohnehin bestens sein dürfte nach der Vielzahl an Erfolgen in der Meisterschaft. „Siege“, das weiß auch der Coach, „machen immer Spaß.“

Für Roberg ist Platz eins dennoch eine Momentaufnahme, nicht weniger, nicht mehr: „Jetzt kommen die echten Bewährungsproben.“ Spiele auf tiefem Geläuf, Gegner, die nur darauf warteten, dem Primus ein Bein zu stellen. „Wenn wir da die Geduld verlieren und uns allein auf unsere fußballerischen Stärken verlassen, kann das ein böses Erwachen geben.“ Denkbar, dass die Herbstmeisterschaft nicht in den Duellen mit Davensberg (Robergs Heimatverein) oder Südkirchen am Ende der Hinrunde entschieden wird, sondern dass vermeintlich schwächere Gegner wie Capelle oder Polonia Münster die wahren Gradmesser sind. „Der Sieg des FC Polonia über Südkirchen zeigt doch, dass sich keiner der Favoriten seiner Sache zu sicher sein sollte.“

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