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Tennis: Westfälischen Jugendmeisterschaften

Nach dem Matchball wird es für Leni Betz emotional

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Leni Betz (TC Deuten) hat bei den Verbandstitelkämpfen in Werne Gold im Einzel in der Altersklasse U 14 geholt. Auch in der Doppel-Konkurrenz lief es für die junge Sendenerin an der Seite von Ariane Paulus richtig gut.

Gewann bei den Westfälischen Jugendmeisterschaften in Werne Gold und Silber: Leni Betz. Foto: privat

Die Sendener Tennis-Nachwuchsspielerin Leni Betz (14) ist am Wochenende Westfälische Jugendmeisterin in der Altersklasse U 14 geworden. Betz gewann das Turnier ohne Satzverlust. Der Weg zum ersten Titel beim wichtigsten Nachwuchsturnier des hiesigen Verbandes war allerdings lang und steinig.

Als Betz in einem nervenaufreibenden Finale gegen Marlene Specht (1. TC Hiltrup) den Matchball verwandelt hatte, brach es aus ihr heraus. Tränen der Freude kullerten auf den Teppichboden der Sportalm in Werne. Auch auf der Tribüne fühlten Mutter Anna und Vater Sven sichtlich gerührt mit, wie sehr sich ihre Tochter den Triumph gewünscht hatte. Die Strapazen des täglichen Trainings, die Anspannung der Turnierwoche und die Aufregung vor dem Finale waren mit einem Schlag vergessen. Was blieb, war pure Freude.

Enges Doppel-Endspiel

Einen Tag zuvor hatte Betz im Doppel mit ihrer Partnerin Ariane Paulus den Sieg hauchdünn im Match-Tie-Break verpasst. Der erste Einzel-Titel war aber mehr als ein Trostpflaster. Mit Gold und Silber gehörte sie zu den erfolgreichsten Spielerinnen des Turniers und ist endgültig in der westfälischen Tennis-Spitze angekommen.

Besonders war die Leistung auch deshalb, weil Betz als ungesetzte Spielerin gestartet war. Bislang war bei Verbandsmeisterschaften im Einzel spätestens im Halbfinale Endstation gewesen. Doch in diesem Jahr drehte die Schülerin aus der Stevergemeinde den Spieß um und zeigte ihr großes Kämpferherz.

Ihr Trainingspensum ist beeindruckend. Fünfmal in der Woche trainiert sie entweder am Bezirksstützpunkt im Münsterland bei Simone Milk oder bei Chef-Verbandstrainerin Dinah Pfizenmaier am Bundesstützpunkt in Kamen. Pfizenmaier weiß, wie man in dieser Sportart reüssiert. Die 30-Jährige musste ihre Profikarriere zwar aufgrund einer Schulterverletzung beenden, schaffte es aber bis unter die besten 80 Spielerinnen der Welt und spielte mehrfach bei allen vier Grand-Slam-Turnieren im Hauptfeld. „Leni hat sich hervorragend entwickelt. Sie ist auf einem guten Weg und wird weiter hart für ihre Ziele arbeiten“, sagt die ehemalige Berufsspielerin.

Erster Einsatz in Liga drei

Seit der Sommersaison 2022 steht die Sendenerin, die beim örtlichen ASV ausgebildet wurde, in Diensten des TC Deuten. Der Dorstener Club legt seinen Schwerpunkt bei der Förderung des Leistungssports auf den Juniorinnen- und den Damenbereich. In dessen Regionalliga-Team ist auch Betz bereits ein Mal zum Einsatz gekommen, hauptsächlich schlägt sie in der Westfalen- und der Verbandsliga auf. Nach ihrem jüngsten Coup in Werne indes sind für den Teenager regelmäßige Auftritte in der dritthöchsten deutschen Spielklasse ein ganzes Stück näher gerückt.

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