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Tischtennis: Aufstiegsverzicht

„Oberliga war nie Thema“ – van Boxel verwundert über Kritik aus Hiltrup

Ottmarsbocholt

Der TuS Hiltrup verbleibt trotz der deutlichen Niederlage in der Relegation gegen BW Ottmarsbocholt in der Oberliga, die Blau-Weißen begnügen sich wie angekündigt mit einem Platz in der NRW-Liga. Alles gut also? Nun ja . . .

Von Florian Levenig

Larissa van Boxel und Co. verbleiben trotz des deutlichen 8:2-Erfolges im Relegations-Match über den TuS Hiltrup in der NRW-Liga. Foto: chrb

Larissa van Boxel ist ein wenig irritiert. In der Münster-Ausgabe unserer Zeitung hatte sich Ralf Brameier, der Sprecher des TuS Hiltrup, darüber beklagt, van Boxels Team, der SC BW Ottmarsbocholt, habe zu spät bekanntgegeben, das Startrecht in der Tischtennis-Oberliga nicht wahrnehmen zu wollen. Damit verbleiben die Südstädter in der Spielklasse, sie hatten laut Brameier aber keine Möglichkeit mehr, sich angemessen zu verstärken – um nicht weiteres Mal in unruhiges Fahrwasser zu geraten.

Van Boxel stellt den Sachverhalt etwas anders dar: „Wir haben immer gesagt, dass wir in der NRW-Liga bleiben – es sei denn, es gelingt uns kurzfristig, eine Top-Spielerin für die kommende Saison zu verpflichten“ – ein eher unwahrscheinlicher Fall, wie die Nummer drei der Blau-Weißen nicht nur den WN gegenüber mehrfach kundgetan hatte, sondern auch auf Nachfrage der Hiltruper.

Hintertürchen legitim

Nach dem Relegationsmatch, das Vizemeister BWO deutlich mit 8:2 für sich entschieden hatte, „sind die Spielerinnen des TuS sofort auf uns zugekommen und wollten wissen, ob die Oberliga für uns ein Thema ist“. Die Antwort: nein, mit dem erwähnten, klitzekleinen Hintertürchen. Das sei schließlich legitim, findet die Teamsprecherin.

Auch habe Ottmarsbocholt nicht, wie von Brameier dargestellt, erst nach dem Meldeschluss seinen Verzicht erklärt, sondern „drei, vier Tage eher. Das mag für den TuS zu knapp gewesen sein, um sich auf dem Markt umzusehen, aber das kann man uns doch nicht anlasten.“ Ihre Vermutung: „Beim TuS waren sie einfach nur darüber verärgert, dass sie im Entscheidungsspiel gegen uns kein Land gesehen haben.“

Für sie und ihre Kolleginnen ist das Thema abgehakt, der Blick geht nach vorn. Mitte September beginnt für den NRW-Ligisten die neue Spielzeit. Die Stammbesetzung – Lena Uhlenbrock, Selina Wiggers, sie selbst und Kim Ehlert – bleibe unverändert. Allerdings dürfte auswärts Swantje Eckert zum Zuge kommen, van Boxel bestreitet studienbedingt nur die Heimpartien. Auch deshalb „hätte ein Aufstieg für uns keinen Sinn ergeben.“

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