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Fußball: Kreisliga A 2 Münster

Patrick Döhla beendet heikle Mission erfolgreich

Ottmarsbocholt

Patrick Döhla steht seit 38 Jahren in Diensten des SC BW Ottmarsbocholt, aktuell als Co-Chef von Spielertrainer Sebastian Schnetgöke. Im Sommer wird sich das ändern.

-flo-

Hatte zuletzt meist gut lachen an der Seitenlinie: BWO-Co-Chef Patrick Döhla. Foto: flo

Die Aufgabe sei durchaus heikel gewesen, erinnert sich Patrick Döhla. 2017 war das, nach dem Abstieg aus dem Kreisoberhaus. Einerseits sollten Michael Füstmann und er, zwei BWO-Urgesteine, dafür sorgen, „dass wieder mehr Ottmarsbocholt in Blau-Weiß reinkommt“. Weniger Münsteraner also im Team, dafür mehr Eigengewächse und/oder Ehemalige. Zudem gab es den Plan, die Mannschaft binnen drei Jahren in die A-Liga zurückzukehren.

Beides hat vorzüglich geklappt. Insofern hätte Döhla den Posten des Assistenztrainers bereits 2020 aufgeben können. Oder im vergangenen Sommer. Weil da aber mit Sebastian Schnetgöke just ein neuer spielender Coach an der Clemens-Hagemann-Straße angeheuert und explizit um Unterstützung gebeten hatte, hat Döhla dann noch eine Spielzeit drangehängt. Er kann dem Verein, dem er – abgesehen von einem kurzen Intermezzo beim VfL Senden – seit 38 Jahren die Treue hält, eben nichts abschlagen. Da aber mit Lars Müller (siehe oben) ein Nachfolger für die neue Saison gefunden wurde, ist Döhlas Auftrag im Frühjahr für den Moment erledigt.

Mehr als ein Zuarbeiter

Auch wenn in den ersten vier Jahren Füstmann und Matthias Gerigk nominell den Hut aufhatten, war der 44-Jährige stets mehr als ein bloßer Zuarbeiter – gerade im Dialog mit den Spielern, die Döhlas Art und seinen Sachverstand enorm schätzen. Auch deshalb die offizielle Beförderung zum Co-Chef 2021. Trotzdem ist in einem halben Jahr Schluss. Dass er ein bestelltes Feld hinterlässt – die Erste hat sich auf Anhieb in der A-Liga etabliert – und das Team bei Schnetgöke und Müller in guten Händen weiß, erleichtere ihm den Rückzug „sehr“.

Natürlich werde er den Werdegang der Mannschaft verfolgen, sich sonntags regelmäßig Spiele anschauen. Indes: Nicht mehr an zwei Abenden in der Woche am Platz stehen zu müssen, mehr Zeit für die Familie zu haben: „Darauf freue ich mich schon.“ Und darauf, sich wieder verstärkt bei den Alten Herren einbringen zu können. Denn so ganz kriegt man Blau-Weiß aus dem Ur-Ottmarsbocholter natürlich nicht raus.

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