1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Senden
  6. >
  7. Pferdestädter diesmal zügeln – VfL Senden will ins Finale

  8. >

Fußball: A-Jugend-Kreispokal

Pferdestädter diesmal zügeln – VfL Senden will ins Finale

Senden

In der Bezirksliga hat die U 19 des VfL Senden vor vier Wochen gegen die Warendorfer SU mit 2:3 verloren. Das soll im Cup-Wettbewerb auf Kreisebene am Samstag, 14 Uhr, besser laufen. Im Erfolgsfall winkt ein echtes Knallerendspiel.

Florian Levenig

Traf in Spiel eins gegen Warendorf und führt auch die Torjägerliste mit bis dato 15 Buden an: VfL-Kapitän Niklas Castelle (r.). Foto: Christian Arends

Den Sonntagsausflug nach Altenberge hätten sich die A-Jugend-Bezirksliga-Fußballer des VfL Senden komplett schenken können. So schön das 11:1 (5:0) im ersten Moment klingen mag: Das Ergebnis ist reine Makulatur, da der TuS zu Wochenbeginn seine Mannschaft abgemeldet hat. Dass die Sendener dadurch zumindest vorübergehend auf Platz zwei gepurzelt sind, werden sie gerade noch verschmerzen können. Viel schwerer wiegt, dass Exoce Ndosa beim Stand von 10:1 (!) laut Co-Trainer René Stuhldreier übel abgegrätscht wurde und eine schwere Knöchelverletzung davontrug. Dem Offensivmann droht eine mehrmonatige Pause.

Ansonsten läuft es beim VfL nach Plan, sieht man von zwei schwachen Heimauftritten gegen die Sportfreunde Lotte (3:3 nach 0:3-Rückstand) und die Warendorfer SU (2:3) ab. Zumindest diese Scharte gegen die Sportunion kann die Elf von Stuhldreier und Chefcoach Phillipp Roberg am Samstag, 14 Uhr, auswetzen, dann gastieren die Pferdestädter im Kreispokalhalbfinale im Sportpark.

Einstellung in Spiel eins fehlte

Beim ersten Duell mit dem neuen Spitzenreiter vor vier Wochen habe vor allem die Einstellung nicht gepasst, erinnert sich der Assistenztrainer: „Warendorf hat uns damals mit großer Aggressivität den Schneid abgekauft.“ Rein fußballerisch sei die WSU aber kein Gegner, „vor dem wir uns in die Hose machen müssen“. Der Gast habe teils mit elf Mann den eigenen Sechzehner abgedichtet und nur auf Konter gelauert.

Gut, Linus Austermann (erzielte seinerzeit alle drei Warendorfer Treffer) sei gewiss kein Schlechter. Aber schließlich haben sie an der Bulderner Straße mit Niklas Castelle und Bruno Geister (trafen in Altenberge jeweils dreifach) ebenfalls zwei Jungs, die wissen, wo das Tor steht. Wobei Stuhldreier betont, dass zum anhaltenden Erfolg jeder im Kader beitrage. Das Team, glaubt Stuhldreier, sei noch ein bisschen stärker als jenes, das bereits im ersten Jahr nach dem Aufstieg für Furore sorgte.

Finale gegen Gievenbeck winkt

Vor allem ist es jugendlicher. „Wir hatten schon Partien, in denen wir in Gänze mit dem Jungjahrgang angetreten sind“, verrät der Co-Trainer. Auch deshalb ist der Aufstieg in die Landesliga das erklärte Anliegen der Elf aus der Stevergemeinde. Ein weiteres Ziel: am Samstag Warendorf schlagen und ins Pokalfinale einziehen. Dort würde die Roberg-Truppe mit größter Wahrscheinlichkeit auf den Westfalenligisten Gievenbeck (im zweiten Halbfinale bei A-Ligist Hiltrup turmhoher Favorit) treffen.

„Zuletzt sind wir mit unseren A- und B-Jugendlichen fast immer im Pokalhalbfinale knapp an Münster 08 oder Gievenbeck gescheitert. Jetzt haben wir endlich mal die reelle Chance, ins Endspiel einzuziehen – und die wollen wir nutzen“, verspricht Stuhldreier. Neben Ndosa dürfte auch Rechtsverteidiger Leo Kolke nach längerer Verletzungspause eher nicht für einen Einsatz am Samstag in Betracht kommen. Ansonsten sind die Gastgeber komplett.

Startseite