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Handball: Verbandsliga 2

Prickelnder als die WM – ASV Senden vs. Ahlener SG 2

Senden

Bereits am Freitagabend (13. Januar), 20 Uhr, bittet der ASV Senden die Ahlener SG 2 zum Verfolgerduell. In der Vorsaison gingen beide Duelle an die Sieben von Swen Bieletzki. Und noch etwas spricht für einen Erfolg der Hausherren.

Im April trafen der ASV Senden und die Ahlener SG 2 zuletzt aufeinander. Seinerzeit gab es ein 29:26 für Max Starke (M.) und Co. Foto: flo

Es ist ja nicht so, dass Swen Bieletzki die Handball-Weltmeisterschaft völlig egal ist. Gewiss wird er sich dieses oder jenes Spiel bei den Titelkämpfen in Polen und Schweden im Fernsehen anschauen. Nur den WM-Auftakt der deutschen Mannschaft gegen Katar am heutigen Freitag (13. Januar), den wird der Coach des ASV Senden verpassen. Denn nur zwei Stunden später, um 20 Uhr (Neue Halle), steht das eigene Team auf der Platte, das die Ahlener SG 2 zum Verfolgerduell in der Verbandsliga bittet.

„Als die Partie angesetzt wurde, war der WM-Spielplan noch nicht raus“, erklärt Bieletzki. Die Terminkollision sei aber halb so wild. Sendens Fans, jedenfalls die, die nicht zu weit außerhalb wohnen, „können ja beides: erst die Deutschen anfeuern, dann uns.“

Besondere Rivalität

Und ohne den Katarern – eine leicht abgehalfterte Truppe aus überwiegend eingebürgerten Spielern vom Balkan – allzu nahe zu treten: Das vielleicht knisterndere Duell am Freitagabend steigt dann doch an der Bulderner Straße. Man weiß um die besondere Rivalität zwischen den beiden Vereinen. Es gab da so Geschichten in der Vergangenheit, Stichwort Leistungszentrum. Die Wersestädter bekamen damals, wohl auch mit Unterstützung des Verbandes, den Zuschlag, die Sendener schauten in die Röhre. Von den sportlichen Dramen, als die ersten Mannschaften des ASV und der ASG einst in der Oberliga die Klingen kreuzten, ganz zu schweigen.

Nun sind viele Spieler beider Mannschaften zu jung, um einige der Dinge, die in der Vergangenheit passiert sind, noch abrufen zu können. Auch haben die Sportler selbst traditionell ein eher entspanntes Verhältnis zueinander. Und es ist ja auch „nur“ die Reserve des Ahlener Drittligisten, die heute in der Stevergemeinde aufschlägt.

Aber selbst wenn man die ganze Derby-Folklore beiseitelässt: Es bleibt die Begegnung zweier junger Teams, die einen ziemlich flotten, oft hochattraktiven und dazu meist sehr erfolgreichen Ball spielen. Das war bereits in der Vorsaison – Senden wurde Vizemeister, Ahlen Vierter – so und setzt sich in dieser Spielzeit nahtlos fort. Beide Teams standen in der Hinrunde dieser doch ziemlich ausgeglichenen Staffel schon ganz oben, aktuell belegen sie die Ränge zwei (ASG 2) und fünf (ASV). Das eine ist wie das andere mit vier Minuszählern belastet, nur Spitzenreiter Hörste hat noch einen weniger.

ASV daheim eine Macht

Für einen Erfolg der Hausherren spricht, dass die in der laufenden Saison vor eigenem Publikum bislang noch jeden Gegner niedergerungen haben. Auch gingen 2021/22 beide Vergleiche an die Bieletzki-Sieben. Und: Ahlens Bester beim jüngsten Kräftemessen im April, Rückraum-Mitte-Mann Marvin Michalczik, ist inzwischen wieder Teil der ersten Mannschaft.

Geblieben ist der Respekt des ASV-Trainers vor dem heutigen Gegner: „Tempo gehen kann in der Klasse ja jeder. Aber die Ahlener stehen schon ganz schön auf dem Gas. Außerdem haben sie im Sommer ein, zwei Leute aus dem eigenen A-Jugend-Bundesliga-Team dazubekommen.“ Zudem seien die Kreisanspiele des Gegners brandgefährlich, da komme eine Menge Arbeit auf die eigene Deckung zu.

Personell sind die Sendener deutlich besser ausgestattet als vor der kurzen Winterpause. So kehren mit den beiden Außen Janis Wieczorek (links) und Timo Schüring (rechts) sowie mit Rückraumspieler Max Klosterkamp drei Mann in den ASV-Kader zurück.

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