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Fußball: Bezirksliga Vorbereitung

SV Bösensell verkauft sich gut

Bösensell

Im dritten Testspiel der Vorbereitung auf die Saison 2021/22 kassierte Fußball-Bezirksligist SV Bösensell gegen den Landesligisten BSV Roxel die dritte Niederlage. Am Ende hieß es 1:2. Indes: Der SVB zeigte eine gute Leistung.

Von Theresa van den Berg

Der ehemalige Havixbecker Thorben Schaefer kommt hier zum Kopfball: Die Bösenseller Julius Leifken (l.) und Till Leifken kommen gegen den Spieler des BSV Roxel zu spät. Foto: Johannes Oetz

Der Zeitpunkt der Gegentore war unglücklich, die Entstehung sowieso. Gerade deswegen wollte sich der Trainer des SV Bösensell, Fabian Leifken, mit der 1:2 (0:1)-Heimniederlage seiner Mannschaft gegen den Landesligisten BSV Roxel nicht so recht zufriedengeben.

„Das war ein gutes Spiel von uns. Dafür, dass es gegen einen höherklassigen Gegner war sogar sehr gut. Ein Unentschieden wäre für den Kopf aber noch besser gewesen.“ Nach einer kurzen, aber dennoch schwierigen Saison und den ersten Testspielniederlagen sei es so langsam mal wieder Zeit, dass das Gefühl des Gewinnens zurückkommt, weiß der Coach des heimischen Bezirksligisten um die Wichtigkeit eines Erfolgserlebnisses.

„Uns war klar, dass wir es nicht über die kompletten 90 Minuten schaffen, keine Roxeler Torchance zuzulassen. Trotzdem haben wir es über die gesamte Spielzeit ordentlich verteidigt“, hatte Leifken an der Defensivleistung seines Teams wenig auszusetzen. Nur eine Handvoll Möglichkeiten erarbeiteten sich die Gäste, die vor allem über die Flügel für Gefahr sorgten. „Auf den Außen, besonders auf der rechten Seite, haben sich die Roxeler immer mal wieder im Eins-gegen-Eins durchgesetzt. Die meisten Situationen konnten wir aber gerade noch so klären.“

Die Gegentreffer fielen allerdings nicht auf diese Weise. „Bei beiden Toren haben wir, wie auch schon gegen Senden, Geschenke verteilt.“ Zunächst rutschte Torhüter Marvin Holstein der Ball nach einer Roxeler Flanke durch die Hände – Florian Kaling im Dress des BSV bedankte sich und schob ein (42.). „Das zweite Tor war genauso ärgerlich“, brachte Leifken den Ballverlust am eigenen Sechzehner auf den Punkt. Beim Versuch, sich spielerisch aus der Defensive zu lösen, spielten seine Jungs ausgerechnet einen von Roxelern umringten Mitspieler an. „Das war zu klein-klein.“ Erneut war Kaling der Nutznießer und traf kurz vor dem Abpfiff zum 1:2 Endstand (85.).

Trotzdem nahm Leifken mehr als nur eine positive Erkenntnis aus der Partie mit. Immerhin steigerten sich seine Schützlinge von „ganz gut zu ganz, ganz gut“ im Vergleich zum letzten Spiel gegen den VfL Senden II, das mit 0:1 verloren worden war. „Wir haben heute als Team zusammengearbeitet.“ Aus einer kompakten Verteidigung im 4-4-2, versuchten die Bösenseller immer wieder umzuschalten und für Entlastung zu sorgen. „Das hat in Ansätzen auch geklappt. Wir waren nach vorne jederzeit für Torchancen gut.“ Dass der Plan nicht vollends aufging, lag vor allem an Joshua Hermes, dem gut mitspielenden Keeper des Gegners. „Viele Pässe in die Spitze hat er kurz vor unseren Stürmern abgelaufen.“ So verpassten Oliver Mersmann und Nils Schulze Spüntrup nur knapp. „Das müssen wir in Zukunft besser ausspielen“, weiß der Trainer, woran er und seine Mannschaft in den nächsten Wochen noch arbeiten müssen.

„Am Anfang stehen ganz klar die Kondition und die Defensive im Vordergrund. Der Feinschliff, auch was die Offensive angeht, kommt später.“ Und so fiel der Treffer der Schwarz-Gelben nicht aus dem Spiel heraus, sondern durch einen Standard. Nachdem Julius Leifken nach einer Ecke gehalten worden war, zeigte Schiedsrichter Julian Orthen auf den Punkt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Schulze Spüntrup zum zwischenzeitlichen Ausgleich (57).

„Das Remis hätten wir natürlich gerne mit in die kommenden Partien genommen.“ Seppenrade, Buldern und Billerbeck stehen als nächstes auf dem Plan, bevor es in eine kurze Pause geht. „Vor der heißen Phase des Saisonstarts wollen wir noch einmal alle die Köpfe freikriegen. Aber eines steht fest: Die Jungs ziehen gut mit.“ Und so spielte auch der ärgerliche Zeitpunkt der Gegentore keine Rolle. „Ich glaube weder, dass es an der Kraft lag, noch, dass wir mit den Köpfen schon woanders waren. Am Ende waren es einfach nur zwei unglückliche Situationen.“

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