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Fußball: Bösensell unterliegt Greven erst in letzter Minute

SVB hält Partie lange offen

Bösensell

Obwohl Fußball-Bezirksligist SV Bösensell erst ganz spät den Treffer zum 3:2 (1:1)-Sieg des SC Greven 09 kassierte, war SVB-Trainer Mathias Krüskemper keineswegs am Boden zerstört.

Von Johannes Oetz

Die Bösenseller können auch mal ordentlich zupacken: Hier hat Julius Leifken (l.) etwas dagegen, dass sich Grevens Nicolas Kriwet dem SVB-Strafraum nähert. Foto: Johannes Oetz

Obwohl Fußball-Bezirksligist SV Bösensell erst ganz spät den Treffer zum 3:2 (1:1)-Sieg des SC Greven 09 kassierte, war SVB-Trainer Mathias Krüskemper keineswegs am Boden zerstört: „Natürlich ist ein so spätes Tor immer ärgerlich, aber dafür hatten wir in dieser Saison auch schon mal Glück in der Schlussphase. Für uns ist es einfach super, mit einem solchen Gegner in einer Liga zu spielen. Greven hat sehr viel Klasse und Erfahrung und ist enorm spielstark. Wir allerdings haben es geschafft, das Spiel lange offen zu gestalten. Deshalb gilt unserer Mannschaft ein großes Kompliment.“

Der von vielen Experten als Titelanwärter Nummer eins angepriesene Gast begann wie erwartet: Mit schnellen und sicheren Kombinationen kamen die 09er immer wieder dem SVB-Tor gefährlich nahe. Das erste Tor fiel indes auf der Gegenseite, als Greven einen Eckball von Niklas Klöfkorn nicht gut verteidigte. Auf Umwegen kam der Ball zu Robin Voßkühler, der zum 1:0 einnetzte (11.).

Neun Minuten später bekam das Spitzenteam einen umstrittenen Foulelfmeter zugesprochen. Angeblich sollte Lutz Kröger Jeremy Bohmert gefoult haben. Die Bösenseller Spieler und ihr Anhang sahen das völlig anders, doch der Schiri blieb bei seiner Entscheidung. Viele wünschten sich jetzt den Videobeweis. Doch den gibt es noch nicht am Helmerbach, sodass Nicolas Kriwet den Ausgleich erzielen konnte (20.). In der Folge war der Gast spielerisch klar besser und hatte bei einem Pfosten- (35.) und einen Lattentreffer (45.) Pech.

Nach dem Seitenwechsel blieb Greven spielbestimmend. Es dauerte allerdings bis zur 81. Minute, ehe Jonas Kortevoß gegen tapfer kämpfende SVB-Kicker auf 2:1 stellen konnte. Der Torschütze war erst sechs Minuten zuvor eingewechselt worden, da er in der vorangegangenen Partie beim Grevener 5:1-Sieg der Zweitvertretungen eingesetzt worden war und auch da schon einmal getroffen hatte.

Der SV Bösensell schüttelte sich kurz und raffte sich dann noch einmal auf. Es lief bereits die 88. Spielminute: Nach Zuspiel von Linus Leifken wurde Nils Schulze Spüntrup zwar etwas weit nach außen abgedrängt, dennoch traf er aus spitzem Winkel zum 2:2. SVB-Spieler und Anhang jubelten , doch an diesem Tag sollte es kein Bösenseller Happy End geben. Kortevoß hatte etwas dagegen, der mit seinem zweiten Treffer in dieser Partie in der 90. Minute per Kopf zum 3:2 traf.

„Das war das bisher beste Spiel unter meiner Regie“, freute sich Grevens Trainer Marcel Pielage nach dem Abpfiff und fuhr ob des knappen Erfolges erleichtert nach Hause.

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