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Fußball: Landesliga 4

VfL Senden breiter aufgestellt

Senden

Am Donnerstagabend hat der VfL Senden offiziell das Training aufgenommen. Es gab ein paar neue Gesichter, vor allem aber viele alte Bekannte. Den ehemaligen A-Jugendlichen macht das Trainerduo Rabah Abed/Thomas Morzonek Mut.

Von Florian Levenig

Freuen sich auf harte Grundlageneinheiten: Rabah Abed (h.v.l.), Thomas Morzonek, Tom Schlögl, Leon Friedrich, Jasper Kleuter, Torwarttrainer Christian Balke, Taylan Berik; Hendrik Heubrock (v.v.l.), Bruno Geister, Cedric Schubert, Marcel Berik, Prince Sanyang und Joshua Kelle. Foto: flo

Rabah Abed und Thomas Morzonek gehen in ihre dritte Saison als Trainergespann des Fußball-Landesligisten VfL Senden – und sind, man vergisst das leicht, relativ frisch in dem Job. Auf 90 Minuten beschränkte sich ihr Engagement im Frühjahr 2019/20, dann kam Corona. In der vergangenen Spielzeit, bis zum zweiten Lockdown, war es eine gute Handvoll Meisterschaftsspiele. Betreten die beiden also, trotz der inzwischen eineinhalb Jahre in Amt und Würden, immer noch Neuland im Sportpark? „Nö“, flachst Morzonek, „wir haben das Team ja schon zwei Mal zum Klassenerhalt geführt“. Um dann, ganz im Ernst, hinzuzufügen, „dass wir nicht ganz tatenlos waren in den vergangenen acht, neun Monaten“.

Der Trainerroutinier verweist auf ungezählte Online-Einheiten sowie die Planung der Saisonvorbereitung, offizieller Auftakt war am Donnerstagabend. Die Coaches, aber auch die Spieler haben, wie es scheint, ihre Hausaufgaben gemacht. „Die sind körperlich schon ganz gut in Schuss“, lobt Morzonek. „Und die Technik verlernst du eh nicht“, ergänzt Abed.

Fast keine Ab-, neun Zugänge

Den Wiedereinstieg zusätzlich erleichtern dürfte dem Duo, dass, anders als Mitte 2020, fast niemand den Verein verlassen hat – und von den neun Neuzugängen sieben eine VfL-Vergangenheit haben (Hendrik Heubrock, Marcel Berik, Joshua Kelle) oder aus dem eigenen U 19-Stall kommen (Tom Schlögl, Jasper Kleuter, Bruno Geister, Cedric Schubert). „Die Jungs kennen also die Vereinsphilosophie und wissen ein Stück weit, wie Thomas und ich ticken“, so Abed.

Gerade von den ehemaligen A-Jugendlichen verspricht sich der Ex-Goalgetter eine Menge. „Die haben ja alle mitbekommen, wie Lukas Gottwald und Niklas Castelle vor einem Jahr durchgestartet sind. Dass sie, wenn sie in der Vorbereitung ähnlich Gas geben, dieselbe Chance bekommen.“

Ganz ohne erfahrene Leute, die die junge Rasselbande an die Hand nehmen, geht es natürlich nicht. Weshalb sie in Senden besonders froh über die Heubrock-Rückkehr sind. „,Heu‘ zählt zu denen, die auf dem Feld Verantwortung tragen müssen – und er ist bereit, diese Rolle zu übernehmen“, hat Morzonek im Gespräch mit dem Mittelfeldstrategen festgestellt. Was noch fehle nach einem Jahr A-Liga in Ascheberg und der pandemiebedingten Pause, „ist seine Fitness. Aber da arbeiten wir in den nächsten Wochen dran.“

Taylan Berik, der sportliche Leiter, blickt derweil schonmal acht Wochen voraus: „Die Landesliga 4 war immer schon eine extrem ausgeglichene Spielklasse. Einen Fehlstart wie 2020/21 sollten wir tunlichst vermeiden. Auch deshalb haben wir uns personell breiter aufgestellt.“ Erster Testgegner an der Bulderner Straße ist am Sonntag (4. Juli), 15 Uhr, der hochambitionierte A-Ligist ASK Ahlen, dessen Spielertrainer Philipp Plöger einst selbst beim VfL kickte.

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