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Fußball: Landesliga 4

VfL Senden nur in Hälfte eins sehenswert

Senden

Der VfL Senden hat Borussia Münster mit 2:1 (2:0) bezwungen und den dritten Sieg in Serie gefeiert. Souverän agierte der Tabellenvierte aber nur in einem der beiden Abschnitte.

Von Florian Levenig

Ali Shinawi (l.), hier im Duell mit Münsters Steffen Menke, wirbelte in Hälfte eins wie gewohnt, tauchte aber – wie die gesamte VfL-Offensive – in Durchgang zwei ab. Foto: flo

Rainer Leifken hatte doppelt Grund, sich die Fußball-Landesliga-Partie zwischen dem VfL Senden und Borussia Münster anzuschauen. Drei Jahre war er Coach der Hausherren, gar zehn stand er in Diensten der Besucher. Sympathien dürfte er für beide Teams hegen. Insofern kam Leifken am Sonntag im Sportpark voll auf seine Kosten. In Hälfte eins sah er schwungvoll angreifende Sendener, die nach 45 Minuten längst höher als „nur“ mit 2:0 hätten führen können. Und nach dem Wechsel wird sich Leifken daran erfreut haben, dass die Münsteraner nie aufsteckten und in der hektischen Schlussphase dem 2:2 fast näher waren als der VfL dem dritten Treffer.

Überhaupt keinen Gefallen fand dagegen VfL-Coach Rabah Abed daran, was er nach Wiederbeginn sah: „Das war eine ganz schwache zweite Halbzeit von uns. Wir haben ja förmlich um das Gegentor gebettelt und Münster ohne Not ins Spiel zurückgeholt. Thomas Morzonek sah die Sache pragmatischer: „In der Hinrunde hatten wir nach vier Spielen vier Punkte, jetzt sind es neun. Dazwischen liegen Welten.“

Starker Beginn und ein Traumtor

Einig waren sich die beiden Trainer darin, dass es am Auftritt ihrer Schützlinge lange Zeit nichts auszusetzen gab. Schon früh lagen sie vorn, nach Vorarbeit von Tim Castelle und Ali Shinawi traf Jürgen Sinev ins lange Eck. Derselbe verzog nur zwei Minuten später knapp, auch Bruno Geister und Prince Sanyang hätten früh für klare Verhältnisse sorgen können. Umso größer die Erleichterung, als das 2:0 dann doch fiel. Weil sein Gegenspieler weggerutscht war und Münsters Schnapper Philipp Oluts etwas zu weit vorm Kasten stand, hielt Sanyang aus 30 Metern drauf – was ´ne Bude!

Und damit rein in Halbzeit zwei, in der von der anfänglichen Spielfreude des VfL wenig bis gar nichts mehr zu sehen war. Stattdessen witterte das Kellerkind plötzlich Morgenluft. Hannes John zog aus 20 Metern ab und zwang Sendens Keeper Johannes Brückner zu einer Glanztat. Kurz darauf klärte der eingewechselte Moritz Mallmann per Kopf auf der Torlinie. Sechs Minuten vor dem Ende dann doch das 2:1 durch Manoel Schug, auf der Gegenseite scheiterte Bruno Geister am Gebälk. VfL: Brückner – Schlögl, Reckmann, Kleuter, Berik – Geister (89. Karaterzi), Heubrock, Castelle (85. Colak), Sinev (67. Mallmann) – Shinawi (76. Alnemek), Sanyang. Tore: 1:0 Sinev (10.), 2:0 San­yang (23.), 2:1 Schug (84.).

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