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Fußball: Landesliga 4

VfL Senden völlig von der Rolle

Senden

Der VfL Senden hat sein Heimspiel am Sonntagnachmittag gegen Vorwärts Wettringen mit 0:3 (0:2) verloren. Ihre wenigen Topchancen ließen die Hausherren ungenutzt. Entscheidend für die Niederlage war aber etwas anderes.

Von Florian Levenig

In dieser Szene versucht Sendens Außenverteidiger Fadi Alnemek (r.) den auffälligen Felix Bußmann zu stoppen. Foto: flo

So erfolglos der VfL Senden zuletzt auf fremden Plätzen agierte, so sehr war doch wenigstens auf die Heimstärke der hiesigen Fußballer Verlass. Gestern aber, im Duell mit Vorwärts Wettringen, präsentierte sich die Elf von Rabah Abed und Thomas Morzonek erstmals auch vor eigenem Publikum wenig landesligatauglich. An dem 0:3 (0:2) dürften Trainer wie Spieler noch ein bisschen zu knabbern haben.

Dabei waren die Hausherren durchaus ordentlich gestartet. Sefai Colaks Ball bekam Ali Shinawi im Fünfer nicht richtig unter Kontrolle (5.). Und wenig später scheiterte Colak selbst nach Hendrik Heubrocks feinem Zuspiel an Vorwärts-Keeper Andre Epker (20.).

Schludrige Abspiele

Zu dem Zeitpunkt hatten sich freilich bereits die schludrigen Abspiele in der eigenen Hälfte gehäuft. Zwei dieser Ballverluste nutzte Wettringen kurz vor dem Wechsel eiskalt. Felix Bußmanns Schuss aus zehn, zwölf Metern konnte Leon Friedrich noch parieren, bei Florian Kappelhoff-Rickerts Abstauber war Sendens Keeper dann machtlos (38.) – Saisontor Nummer neun für Wettringens Topstürmer. Und nur drei Minuten später nutzte Torsten Fiefhaus eine weitere Unachtsamkeit in der VfL-Hintermannschaft zum 0:2.

Noch war indes nichts verloren. Mit neuem Personal – Lukas Morzonek für Heubrock in der Zentrale sowie Linksverteidiger Tom Schlögl für Fadi Alnemek – und etwas mehr Schwung als der Gegner kam die Heimelf aus der Kabine. Und hätte kurz darauf zwingend den Anschluss herstellen müssen. Doch Bruno Geister verstolperte das sichere 1:2 nach Colaks beherztem Antritt. „Den muss Bruno natürlich machen“, merkte Morzonek hinterher an. Entscheidender für die Niederlage sei aber „unsere mangelhafte Passqualität“ gewesen, so der VfL-Coach.

Auch vor Julian Krauses Treffer zum 0:3 (58.) hätten seine Schützlinge die Kugel längst aus der Gefahrenzone befördern können. In Minute 89 sah Jürgen Sinev wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte – das irgendwie passende Ende eines völlig verkorksten Auftritts der Sendener. VfL: Friedrich – Celebic (82. Wanstrath, Kleuter, Gottwald, Alnemek (46. Schlögl) – Dabrowski, Heubrock (46. Morzonek) – Colak, Shinawi (75. Castelle), Sinev – Geister. Tore: 0:1 Kappelhoff-Rickert (38.), 0:2 Fiefhaus (41.), 0:3 Krause (58.). Gelb-Rot: Sinev (89.).

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