1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Senden
  6. >
  7. „Vizemeister – megageil!“ ASV-Coach Swen Bieletzki im Interview

  8. >

Handball: Verbandsliga 2

„Vizemeister – megageil!“ ASV-Coach Swen Bieletzki im Interview

Senden

Am Samstag (21. Mai), 17 Uhr, empfängt Vizemeister ASV Senden den Klassenbesten HC Westfalia Herne – was für ein Fest zum Abschluss. Es gibt aber auch zwei weniger gute Nachrichten.

Macht seine Mannen ein letztes Mal in dieser Spielzeit heiß: ASV-Cheftrainer Swen Bieletzki. Foto: flo

Mit dem Heimspielkracher gegen die Übermannschaft Westfalia Herne geht für die Verbandsliga-Handballer des ASV Senden heute (21. Mai), 17 Uhr, eine rundum gelungene Spielzeit zu Ende. Findet auch Swen Bieletzki. Mit dem ASV-Coach sprach unser Sportredakteur Florian Levenig.

Sie haben vor der Saison gewarnt, dass es bei der Vielzahl an Absteigern und einer ausgeglichenen Liga für alle Teams eng werden könnte – auch das eigene.

Bieletzki: Da bleibe ich bei. Drei, vier Niederlagen mehr, und wir wären Achter geworden. Rein rechnerisch, das darf man nicht vergessen, sind wir erst seit wenigen Wochen safe. Dass es dann die Vizemeisterschaft geworden ist: megageil!

Was war entscheidend für das gute Abschneiden?

Bieltzki: Zum einen der Charakter der Truppe. Zum anderen unser Tempospiel, etwa nach Ballgewinnen. Da lag schon in der Vorbereitung der Fokus drauf.

Welchen Anteil am Erfolg haben die Neuzugänge?

Bieletzki: Einen großen. Timo Schüring, unser Rechtsaußen, hat ´ne Pferdelunge. Ähnliches gilt auf der anderen Seite für Lennart Unkell. Beide geben noch in Minute 59 Gas. Und aus der A-Jugend kommen eh immer richtig gute Jungs – 2020 Malte Eierhoff, im Vorjahr dann Ben Lemcke oder Jakob Janssen. Wobei ich da keinen herausheben möchte. Die tiefe Bank, dass ich jederzeit frische Leute bringen kann und sämtliche Feldspieler treffen: Auch das macht unseren Erfolg aus.

Und die Fan-Unterstützung in der Fremde.

Bieletzki: Definitiv. Ich schaue da zwar nicht so genau drauf, weil mich während des Spiels andere Dinge umtreiben (lacht). Aber wie viele Leute uns nach Ahlen, Emsdetten und zuletzt nach Kinderhaus begleitet haben, das war schon enorm.

Am schönsten ist es aber zu Hause. Erst recht, wenn es zum Abschied einen solchen Knaller und sich der Meister die Ehre gibt. Wie groß ist die Hoffnung, Herne im letzten Spiel die erste Niederlage beizubringen?

Bieletzki: Da muss einiges zusammenkommen. Wir müssen bissig verteidigen und schnell auf den Beinen sein. Obschon wir die Niederlage im Hinspiel dank der irren Schlussminuten noch abgewendet haben: Der Gegner hat uns phasenweise unsere Grenzen aufgezeigt – selbst konditionell. Herne thront absolut zu Recht über der Konkurrenz.

Gefeiert wird nachher trotzdem – egal, wie die Partie endet, oder?

Bieletzki: Na klar. Allein schon, um Jens Micke und Max Schlögl gebührend zu verabschieden.

Ach?!

Bieletzki: Ja, leider. Jens beginnt eine Ausbildung in Bonn. Und Max wechselt in die Oberliga, zu TuS Bielefeld/Jöllenbeck. Was wirklich schade ist, da er erst in dieser Saison so richtig Fuß gefasst hat. Dass uns beide Kreisläufer verlassen, macht die Sache umso bitterer – aber wir arbeiten bereits an einer internen Lösung.

Wenn man nach dem Ziel für die neue Spielzeit fragt, antworten Trainer meist: einen Rang besser sein als in der Vorsaison. Gilt auch für den ASV, nicht?

Bieletzki (stutzt kurz, lacht): Der war gut. Im Ernst: Mit Isselhorst, Brake und wohl auch Bergkamen kommen drei echte Schwergewichte runter. Um da Platz zwei überhaupt zu bestätigen, müssen wir im Sommer ganz schön schwitzen.

Startseite
ANZEIGE