Fußball: Landesliga 4

Wenn alle Dämme brechen – 0:7-Debakel des VfL Senden gegen den Werner SC

Senden

Der VfL Senden ist von Spitzenreiter Werner SC nach allen Regeln der Kunst vorgeführt worden. 0:7 (0:2) hieß es aus Gastgebersicht nach 90 deprimierenden Minuten. VfL-Coach André Bertelsbeck fehlten anschließend die Worte.

Florian Levenig

Sinnbild: Eldin Celebic liegt am Boden, Mondrian Runde, Chris Thannheiser und Daniel Durkalic (v.l.) machen einfach immer weiter. Foto: flo

„Weiter, weiter“, feuerte Daniel Durkalic seine Mitspieler an. Gehör fand der Mann vom Werner SC keines. Was aber nicht weiter schlimm aus WSC-Sicht war. Der Primus führte schließlich bereits mit 7:0 (2:0) – gleichzeitig der Endstand im Sportpark. Die Durkalic-Worte sollen nur als Beleg dafür herhalten, dass Werne bis zum Schluss Vollgas gab – während bei den Hausherren spätestens mit Dukalics Treffer zum zwischenzeitlichen 0:4 jede Gegenwehr erlahmt war.

„Mit fehlen die Worte“, gab Sendens konsternierter Coach André Bertelsbeck nach dem Debakel zu Protokoll. Dass es so schlimm werden würde aus Gastgeberperspektive, hatte sich ja auch erst spät abgezeichnet. In der ersten halben Stunde eins sei die Partie „ eher dahingeplätschert“. Womit Bertelsbeck absolut recht hatte. Nennenswerte Torgelegenheiten? Weder hüben noch drüben.

Ex-Herberner trifft doppelt

Doch gleich bei der ersten gefährlichen Torannäherung des WSC rappelte es im VfL-Kasten. Einen Durkalic-Freistoß passte Mondrian Runde vom langen Pfosten zurück in die Mitte, Jussef Saado schob zum 0:1 ein. Der Ex-Herberner erzielte auch den zweiten Treffer. Ob das Ganze so geplant war, sei mal dahingestellt, trotzdem war Sendens bedauernswerter Schlussmann Johannes Brückner erneut geschlagen.

„Dann kam halt eins zum anderen“, so Bertelsbeck. Gemeint war das verletzungsbedingte Aus von Hendrik Heubrock kurz nach der Pause, verbunden mit mehreren Positionswechseln. Zuvor hatte sich die VfL-Hintermannschaft ein weiteres Mal übertölpeln lassen – das 0:3 durch Nico Holtmann.

Die Besucher, deren Führung zu dem Zeitpunkt längst verdient war, spielten sich jetzt förmlich in einen Rausch – und beim VfL brachen alle Dämme. Burak Katirci, der kurz vorher eingewechselte Marcel Niewalda und Henry Poggenpohl machten binnen drei Minuten aus dem 4:0 (Durkalic, siehe oben) ein 7:0 – und der „gebrauchte Tag“ (Bertelsbeck) war für die Sendener endlich vorbei.

VfL: Brückner – Wilbers (46. T. Castelle), Reckmann, Veronelli, Berning – Heubrock (62. Leisgang), Dabrowski – Bäumer, Celebic, Frahman (46. T. Castelle) – Abed. Tore: 0:1/0:2 Saado (29./39.), 0:3 Holtmann (53.), 0:4 Durkalic (72.), 0:5 Katirci (80.), 0:6 Niewalda (82.), 0:7 Poggenpohl (83.). Beste Spieler: keine.

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