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Volleyball: Talent

Wunderbares Seuchenjahr – Mia Kirchhoff hat beim USC Münster Fuß gefasst

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Der USC Münster blickt ganz gewiss nicht mit ungeteilter Freude auf die Saison 2020/21 zurück. Für die blutjunge Sendenerin Mia Kirchhoff war es trotzdem eine gelungene Premierenspielzeit in der Beletage.

Florian Levenig

Kam 2020/21 mehrfach in Liga eins zum Einsatz: die Sendenerin Mia Kirchhoff (r.). Foto: Jürgen Peperhowe

Für Volleyball-Bundesligist USC war es eine bestenfalls durchwachsene Saison. Einige sprechen mit Blick auf die verpassten Playoffs sogar von einem „Katastrophenjahr“. Für Mia Kirchhoff war es so ziemlich das Gegenteil. 2020/21 war die Spielzeit, in der die erst 16-jährige Jugendnationalspielerin in der Beletage Fuß gefasst hat.

Klar sei auch sie „nach jeder Niederlage traurig“. Da sie aber offiziell noch dem VCO Münster angehöre, sei sie emotional vielleicht nicht ganz so angefasst gewesen wie die Profis. Da überwog dann eher die Freude über jede Minute, die sie auf dem Parkett verbringen durfte.

Ralph Bergmann, sportlicher Leiter des USC und zwischenzeitlich auch Chefcoach, stellt Kirchhoff ein sehr gutes Zeugnis aus: „Dafür, dass sie so jung ist und die Situation schon speziell, wenn man nicht von Beginn an spielt, sondern in kritischen Momenten eingewechselt wird, hat Mia das hervorragend gemacht.“ Bergmann geht sogar noch weiter: „Sie hört es vielleicht nicht so gern, da sie privat eher zurückhaltend ist. Aber aus meiner Sicht zählt Mia zu den größten deutschen Nachwuchshoffnungen.“

Da versteht es sich fast von selbst, dass der USC das Top-Talent gern noch ein bisschen länger in der Domstadt sähe. Zumindest für die kommende Saison muss sich Bergmann da keine Sorgen machen. Die Pascal-Schülerin macht 2022 ihr Abitur, vorher ergäbe ein Wechsel kaum Sinn. Zumal sich die Außenangreiferin in Münster „sehr wohl“ fühlt.

Auch zum ASV Senden, bei dem sie in ganz jungen Jahren Drittligaluft schnupperte, hat Kirchhoff eine enge Bindung. Mutter Ines coacht dort die Minis. Und: Ihre ehemaligen Trainer Suha Yaglioglu (inzwischen Union Lüdinghausen) und Fina Capote hätten „einen Riesenanteil an meinem Werdegang“.

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