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Fußball: Landesliga 4

Zirkusreife Vorstellung – Castelle-Brüder schießen Werner SC ab

Senden

Der VfL Senden hat den Werner SC daheim mit 4:0 (3:0) bezwungen – und den ersatzgeschwächten Tabellenvierten dabei phasenweise vorgeführt. Drei Tore erzielte, klaro, Niklas Castelle. Auch Treffer Nummer vier blieb in der Familie.

Von Florian Levenig

Erzielte den schönsten Treffer an diesem wunderbar unterhaltsamen Sonntagnachmittag im Sportpark: Tim Castelle. Foto: flo

Sehenswert waren alle vier Treffer beim 4:0 (3:0) des VfL Senden über den Werner SC. Aber den schönsten an diesem wunderbar unterhaltsamen Sonntagnachmittag erzielte ausnahmsweise nicht Niklas Castelle. „Ja, leider“, meinte der mit Abstand beste Goalgetter der Landesliga. Ein Scherz. Denn erstens durfte sich der 19-Jährige damit trösten, die übrigen drei Tore erzielt zu haben. Zweitens war es Tim Castelle, der zum zwischenzeitlichen 3:0 traf, das Tor blieb also in der Familie. Und drittens hatte der jüngere Bruder auch an dieser Bude erheblichen Anteil.

Brüderliche Co-Produktion

Knapp 45 Minuten waren im Sportpark gespielt. Der ersatzgeschwächte WSC war längst reif für die Pause, die Sendener hatten noch Bock. Zwei besonders: Schon Niklas Castelles pflaumenweicher Chipball in den Sechzehner war eine Wucht. Was dann aber Tim Castelle mit der Kugel anstellte, sieht man sonst nur im Fernsehen. Mit der Hacke lupfte er den Ball über Wernes Keeper Henrik Pollak hinweg ins Netz. Mit der Nummer können Wegbereiter und Vollstrecker im Zirkus auftreten.

Ob er sich den irren Move bei Zlatan Ibrahimovic abgeschaut habe, wollte VfL-Coach Rabah Abed hinterher vom Kunstschützen wissen. „Nee“, schmunzelte Tim Castelle, „im Training bei ,Heu‘“. Gemeint ist Hendrik Heubrock, einer der vielen anderen Hochveranlagten im Team. Womit Abed gleich bei seinem Lieblingsthema war: „Natürlich freue auch ich mich darüber, zwei so begnadete Fußballer in der Mannschaft zu haben. Aber glänzen können ,Niki‘ und Tim auch deshalb, weil die anderen ihnen den Rücken freihalten.“ Wohl wahr. Ein einziges Mal, bei Sönmez‘ Versuch aus der zweiten Reihe, musste Sendens Schnapper Johannes Brückner eingreifen, den Rest erledigten seine immer konzentrierten Vorderleute – allen voran Linksverteidiger Jasper Kleuter und Tom Schlögl, der Lukas Gottwald (verhindert) im Zentrum vertrat.

Saisontore 20 bis 22

Ach ja, die Saisontreffer 20, 21 und 22 des nimmersatten Niklas Castelle sind wir den Lesern noch schuldig. Nach sechs Minuten versenkte der Youngster einen ruhenden Ball aus 25 Metern in den Knick. Nur wenig später schüttelte er, nach Vorarbeit von Joshua Dabrowski, einen WSC-Verteidiger ab und ließ auch Pollak (der später zwei weitere Tore des VfL-Stürmers verhinderte) keine Chance. Und das 4:0 war erneut ein direkt verwandelter Freistoß des Offensiv-Alleskönners. VfL: Brückner – Heubrock, Tjaden, Schlögl, Kleuter – Karaterzi, Dabrowski (77. Sanyang) – Colak (65. Shinawi), T, Castelle, Geister (70. Alnemek) – N. Castelle (83. Berik). Tore: 1:0/2:0 N. Castelle (6./16), 3:0 T. Castelle (45.), 4:0 N. Castelle (73.). Gelb-Rot: Heidicker (67./WSC).

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