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Fußball: Bezirksliga 7

Der Schuss des Spieltages: Drensteinfurt unterliegt Ennigerloh mit 0:1

Drensteinfurt

Es war ungefährt die 60. Spielminute in der Bezirksliga-Partie zwischen dem SV Drensteinfurt und SuS Ennigerloh. Während sich der ein oder andere Zuschauer und der ein oder andere Spieler über die Sonne und den gut bespielbaren Rasen im Erlfeld erfreute. Alles, was die Begegnung bis zu diesem Zeitpunkt zu bieten hatte, taugte dazu, anzunehmen, dass beide Mannschaften torlos und mit je einem Punkt bedacht das Feld verlassen würden.

Ulrich Schaper

Christopher Kemper musste zusehen, wie der Sonntagsschuss von SuS-Kapitän Christoph Hakenes über ihn hinweg ins leere Tor segelte. Foto: Ulrich Schaper

SuS-Kapitän Christoph Hakenes hatte gleichwohl anderes im Sinn. Womöglich war es ein Befreiungsschlag, was er vorhatte. Niemand wird das je herausfinden. Der SVD verlor den Ball in der Vorwärtsbewegung. Hakenes bemerkte offenbar die weit aufgerückte Hintermannschaft der Gastgeber, nahm von der Mittellinie Maß und schlug den Ball in Richtung SVD-Gehäuse. Über Schlussmann Christopher Kemper hinweg segelte das Spielgerät ins Tor. „Unfassbar – so ein Ding schießt der mit Sicherheit nur einmal im Leben“, beschrieb Drensteinfurts Trainer Oliver Logermann das Wundertor.

Ansonsten passierte nicht mehr viel im Erlfeld. Die Klingen der zuletzt so agilen SVD-Offensive, sie blieben stumpf. Die Gastgeber verpassten es daher, sich mit einem Heimsieg von ihrem Publikum zu verabschieden. „Das hatte ich mir etwas anders vorgestellt“, sagte Logermann. „Man hat gemerkt, dass es für Ennigerloh noch um etwas geht. Das macht an so einem Tag dann halt den Unterschied.“ Den Auftritt seiner eigenen Elf stufte er als uninspiriert ein. „Keiner hatte Normalform und von der Bank haben die Alternativen gefehlt, um noch zu reagieren.“

Mit Blick auf den Abstiegskampf, der sich durch das Ergebnis weiter verschärft, sagte der Übungsleiter. „Für die Warendorfer SU tut mir das natürlich leid. Ich wäre da am letzten Spieltag lieber mit einem Sieg im Gepäck angereist. So werden wir uns wahrscheinlich was anhören müssen.“ Grundsätzlich bleibe er aber dabei, man könne die Schuld für die prekäre Situation nicht bei anderen Teams suchen. „Warendorf hatte ja auch 29 Spieltage Zeit, sich eine bessere Situation zu erspielen.“

Drensteinfurt: Kemper – Heinsch, Ziegner, Niemeyer, Grönewäller, Fröchte, Popil, Vieira Carreira, Niehues, Chelvanathan, Taymaz. Tore: 0:1 Hakenes (61.).

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