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Bezirksliga: Aufsteiger Ahlen gegen angeschlagenen SVD zu stark

Drensteinfurt geht unter

Drensteinfurt

Neun Tore in einem Spiel, das klingt nach einem munteren Fußballspiel - es sei denn, der Gegner erzielt alleine sieben Treffer, wie im Fall des SV Drensteinfurt, der als Gast des Ahlener SK mit 2:7 unterging.

Von Manfred Krieg

Ab durch die Mitte: Ahmet Cirak wählt den kürzesten Weg, Max Groß kann nur Foto: Marc Kreisel

Die Chancen, beim ambitionierten Aufsteiger ASK Ahlen etwas Zählbares zu holen, sanken aus Drensteinfurter Sicht schon vor dem Start auf ein Minimum. Der Kader dezimierte sich derart, dass eigentlich nur zehn Feldspieler zur Verfügung standen. Der Rest wurde kurzerhand mit A-Jugendlichen aufgestockt. Gegen einen Gegner der Güte von ASK Ahlen stand zumindest rein ergebnistechnisch der SV Drensteinfurt auf verlorenem Posten. Dementsprechend gab es eine 2:7 (1:4)-Klatsche. Doch trotz aller Schwierigkeiten spielten die heimischen Bezirksliga-Fußballer durchaus munter mit.

„Die Niederlage war zwar verdient, fiel aber um einige Tore zu hoch aus. Mit dieser Notelf, die sich sehr gut verkauft hat, war nicht mehr möglich. Die Qualität des Kaders von ASK Ahlen ist vor allem in der Offensive auch enorm. Da fallen dann zwangsläufig Gegentore“, erläutert Drensteinfurts Trainer Thorsten Heinze.

Den ersten Treffer fing sich der SVD auch früh ein. Bereits nach 120 Sekunden brachte Semir Burnic mit einem Distanzschuss den Ball im SVD-Gehäuse unter. Es war Ahlens neuntes Tor in der Anfangsviertelstunde – Ligarekord. Drensteinfurt ließ sich aber nicht beirren, hielt weiter dagegen und wurde belohnt. Fabio Bories markierte nach zwölf Minuten den 1:1-Ausgleich. Zwei individuelle Fehler binnen sechs Minuten brachten jedoch die Hausherren wieder in Front. Zunächst traf Andre Vieira Carreira ins eigene Netz (16.), schließlich besorgte Ismail Uysal das 3:1 (22.). Ahlen spielte zwar nicht so konzentriert wie sonst, wurde jedoch mit zunehmender Dauer dominanter. Die Folge: ASK-Top-Torjäger Zübeyir Kaya erzielte nach 32 Minuten den 4:1-Halbzeitstand.

In der Pause hatte Thorsten Heinze noch einmal den Teamgeist beschworen. Mit Erfolg, denn in der 47. Minute war erneut Fabio Bories zur Stelle, der auf 2:4 verkürzte. Doch dann zogen die Hausherren erneut das Tempo an. Die ersatzgeschwächten Drensteinfurter konnten nicht mehr mithalten, mussten drei weitere Gegentore durch Zübeyir Kaya (71.), Bünyamin Uysal (82.) und Hakan Uzun (87.) hinnehmen.

„Es war am Ende kein gefährdeter Sieg, aber meine Mannschaft hat heute einfach viel zu viel zugelassen“, bemängelte ASK-Trainer Bülent Kara. „Wir müssen unsere Punkte aus den letzten beiden Partien des Jahres gegen Beelen und Neubeckum holen. Das wird unsere Nagelprobe“, analysierte SVD-Trainer Thorsten Heinze.

SV Drensteinfurt: Scharbaum – Vogt, Bories (68. H. Kröger), Groß, van Elten, Vieira Carreira, Engels, N. Kröger, Grönewäller (46. Ardehari), Benasaid, Heitplatz (74. Wulfert)

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