Fußball: Frauen-Bezirksliga

Fortunas Frauen starten mit englischer Woche

Walstedde

Die Zeit des Testens und Ausprobierens ist nun auch bei den Fußballerinnen von Fortuna Walstedde vorbei. Am heutigen Dienstag startet die Elf von Trainer Holger Kürpick – der Welveraner übernahm das Amt nach der letzten Spielzeit von Martin Averkamp – etwas verspätet auch in die neue Bezirksliga-Saison. Aber gleich zum Auftakt wartet auf die Walstedderinnen eine ziemlich anstrengende Woche mit drei Begegnungen innerhalb von fünf Tagen.

Simon Beckmann

Theresa Rademacker und Walstedde starten heute Abend in die Saison. Foto: Simon Beckmann

Normalerweise hätten die Fortuninnen ihr erstes Saisonspiel gegen Aufsteiger SC Gremmendorf 2 bereits am vergangenen Sonntag auf heimischem Geläuf ausgetragen. Doch personalbedingt baten die Gastgeberinnen um eine Verlegung, der die Münsteranerinnen netterweise zustimmten. „Mir hätten elf Spielerinnen gefehlt“, erzählt Kürpick. „Das ist nicht selbstverständlich, dass ein Team dann zustimmt, die Partie um wenige Tage zu verschieben. Das ist eine tolle Mentalität und wir sind Gremmendorf sehr dankbar dafür“, schiebt er hinterher.

Nichtsdestotrotz erwartet der Übungsleiter eine sehr schwere Aufgabe. „Die werden hochmotiviert sein und haben eine ehrgeizige Trainerin. Einfach ist anders“, offenbart er. Immerhin: Kadertechnisch wird der Coach wohl 13 oder sogar 14 Akteurinnen zusammenbekommen. Dennoch muss Kürpick ohne Lisa Jürling, Tammy Wolfertz, Pia Wittenbrink, Lara Zirkel und Jana Strate auskommen. Der Einsatz von Anna Weile ist zudem fraglich.

Vorbereitung insgesamt durchwachsen

Dieses Problem kennt der Trainer aber auch schon aus der abgelaufenen Vorbereitung. „Das war insgesamt durchwachsen. Wir hatten zu viele Schwankungen drin – sei es von der Leistung über Spielausfälle bis hin zur Trainingsbeteiligung“, berichtet der Welveraner. „Eigentlich sind wir noch nicht bereit für die Saison“, gesteht er. Dafür seien die Leistungsunterschiede einzelner Spielerinnen zu hoch. Eine weitere große Baustelle sieht der Übungsleiter außerdem in der Defensive. „Da muss mehr Konstanz rein, um die Abstimmungsprobleme in den Griff zu bekommen“, hat er eine klare Vorstellung. Gut funktioniere dagegen – wie bereits in der Vergangenheit – das Offensivspiel. Die Testspielergebnisse (9:0-Erfolg gegen Adler Buldern, 7:2-Sieg gegen SV Mauritz und eine 3:9-Klatsche gegen TSV Ostenfelde) belegen das.

Ziel ist der Klassenerhalt

Als Ziel setzt Kürpick den Klassenerhalt: „Das ist das Einzige, was zählt.“ Dem heutigen Gegner traut er unterdessen schon etwas mehr zu. „Gremmendorf hat wie BW Aasee Potenzial, um am Ende mindestens auf Platz neun zu stehen. Ich traue ihnen auch den sechsten Rang zu“, meint der Trainer, der sich ebenfalls vorstellen könnte, dass die Münsteranerinnen Verstärkung aus der ersten Mannschaft (Landesliga) bekommen.

Auf viele Tage Pause dürfen sich die Walstedderinnen nach der heutigen Begegnung – los geht es um 19.30 Uhr – ebenfalls nicht einstellen. Denn bereits am Freitag wird im Pokal wieder gekickt. Dann treffen die Fortuninnen um 19 Uhr auf den SV Welver. „Das hat für uns mehr Testcharakter. Da werden wir noch auf den Lernprozess setzen“, erläutert Kürpick. Die Meisterschaftspartie bei BW Aasee am kommenden Sonntag (Anstoß 15 Uhr) komplettiert die englische Woche der Fußballerinnen aus dem Lambertusdorf.

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