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Handball: Sendenhorst bezwingt Sparta Münster 34:33

Hinten zahm und vorne wild

Sendenhorst

Besinnlich ist vielleicht die Vorweihnachtszeit, das letzte Punktspiel des Jahres war es jedenfalls nicht: Das wilde Schützenfest vorm Fest ging nach 77 Toren mit 34:33 an die SG Sendenhorst gegen Sparta Münster.

Von Manfred Krieg

Im Sendenhorster Kollektiv werden hier die Kreise von Max Frye aus Drensteinfurt gestört. Am Donnerstag landete die SGS einen wichtigen Sieg gegen Sparta Münster zum Jahresende. Foto: Kay Siemund

Die Wiedergutmachung nach der 24:26-Pleite vor Wochenfrist bei TV Emsdetten III glückte, auch wenn es haarscharf war. Im Nachholspiel fuhr die SG Sendenhorst am Donnerstag gegen Sparta Münster einen knappen 34:33 (14:14)-Sieg ein und feierte damit einen versöhnlichen Jahresabschluss.

„Das war eine ganz wilde Nummer. Jedes Team hätte gewinnen können, am Ende waren wir die glücklichere Mannschaft. Ich bin Sparta sehr dankbar, dass sie seinerzeit der Verlegung zugestimmt haben und das Duell so auf sportlichem Wege entschieden werden konnte“, erklärte SG-Trainer Uwe Landau. Das Ergebnis lässt es schon vermuten, dass beide Abwehrreihen deutliche Lücken hatten. „Meine Spieler haben sich bei der Abwehrarbeit nicht wehgetan. Vor Weihnachten wollten sie mit den gegnerischen Spielern scheinbar etwas liebevoller umgehen. Trotz der vielen Tore waren auf beiden Seiten die Torhüter die besten Defensivakteure. Das dokumentiert das mangelhafte Abwehrverhalten. Bei uns war in der Abwehr das Fehlen von Sebastian Specht und Michael Dreskornfeld deutlich spürbar“, analysierte Uwe Landau.

Aber auch den Beginn der Partie verschliefen die Sendenhorster, die mit 0:3 (3.) und 3:6 (10.) hinten lagen, eigentlich ständig einem Rückstand hinterher liefen. Mit dem Halbzeitpfiff konnte Moritz Schittek, der mit insgesamt zehn Treffern bester SG-Werfer war, zum 14:14 ausgleichen.

Auch in der zweiten Halbzeit blieb die Partie immer eng. Mit mehr als zwei Toren Differenz setzte sich kein Team ab. In der 42. Minute ging der Hausherr zum zweiten Mal in Führung (19:18). Das Spiel kippte dann in der 58. Minute. Luca Antoni markierte das 33:31 und gleichzeitig kassierte Sparta Münster eine Zwei-Minuten-Strafe. Erst 48 Sekunden vor Ende kam Sparta durch einen Siebenmeter-Treffer wieder heran (32:33), aber im Gegenzug stellte Moritz Schittek den alten Abstand wieder her (34:32).

Sendenhorst: Kuepper, Funke - Schittek (10), Antoni (8/3), Kleikamp (5), Schertl (4), Smykalla (3), Ossenbrink (2), Königsmann (1), Feldmann (1), Demiri, Timmes

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