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Handball: Münsterlandliga

HSG verliert gegen Sendenhorst – aber sie spielt

Ascheberg/Drensteinfurt

Die HSG Ascheberg-Drensteinfurt hat den Auftakt gegen die SG Sendenhorst verloren. Trainer Jörg Kriens ist trotzdem nicht unzufrieden mit dem ersten Spiel in der Münsterlandliga.

Von Florian Levenig und Christian Besse

HSG-Spieler Max Frye (M.) sah die rote Karte. Am Ende verlor Ascheberg/Drensteinfurt die Auftaktpartie gegen die SG Sendenhorst zu Hause mit 23.27. Foto: Kay Siemund

Mit der 23:27 (11:12)-Heimniederlage gegen Landesliga-Absteiger SG Sendenhorst, die die Handballer der HSG Ascheberg/Drensteinfurt zum Auftakt in die neue Saison kassierten, war HSG-Trainer Jörg Kriens nicht unbedingt einverstanden. „Wir hatten die Chance zu gewinnen“, sagte der Coach nach der Schlusssirene, haderte aber keineswegs mit seiner Sieben: „Wir hatten eine superkämpferische Einstellung und mit Lasse Freier einen richtig starken Torhüter. Am Ende fehlten uns Routine und Luft. So darf man ein Spiel auch mal verlieren.“

Bis zehn Minuten vor dem Ende war es ein Spiel auf Augenhöhe, nur selten konnte sich eine Mannschaft einen Zwei-Tore-Vorsprung herausspielen. In der 29. Minute lagen die Hausherren mit 8:5 vorne, doch auch das blieb nur eine Momentaufnahme. In der 51. Minute kassierte HSG-Spieler Max Frye dann eine Rote Karte. In der Folge brachten sich die Gäste mit 25:22 in Front, eine Minute später traf Marc Ziegelhöver für die HSG. Dann kassierte Lukas Reining eine Zwei-Minuten-Strafe, die Sendenhorst aber nicht nutzen konnte. Als Ascheberg wieder komplett war, traf die SG doch noch zwei Mal.

Dass die HSG überhaupt zum ersten Spiel der Saison antreten würde, war in den vergangenen Tagen nicht immer ganz sicher. Waren Laune und Trainingsbeteiligung beim hiesigen Neu-Münsterlandligisten in den vergangenen Wochen eher so mittel, habe man am Freitagabend, als Sportler und Funktionäre in erfreulich großer Zahl zusammenkamen, um die Lage zu bewerten, wieder etwas von der Aufbruchstimmung gespürt, die im Frühjahr, unmittelbar nach dem Aufstieg, herrschte. „Eine bessere Reaktion aus der Mannschaft heraus“, sagt Übungsleiter Kriens, „hätte es ja gar nicht geben können.“

Vorher hatten bereits zwei Altgediente der Spielgemeinschaft, Thorsten Zartner und Oliver Sevenich, den WN gegenüber erklärt, dass die Sendenhorst-Partie am Sonntag „auf jeden Fall“ gespielt werden würde. Zwar standen, wie berichtet, mehrere Leistungsträger nicht zur Verfügung. Dafür war am Freitag mit Alex Kramm eine wahre HSG-Legende vor Ort. Der ist Coach des Ligarivalen Sparta Münster, soll aber dem Verein, dem er mehr als drei Jahrzehnte angehörte, als Spieler helfen, wann immer es seine Zeit erlaubt.

Was bleibt, ist die sportliche Herkulesaufgabe. Daher, so HSG-Chef Carsten Gburek, „werden Trainer, Vorstand und Mannschaft die Lage in einigen Wochen gegebenenfalls neu bewerten“. Vom Tisch ist demnach fürs Erste eine Kooperation mit dem Klassenkonkurrenten SVSW Havixbeck (WN, 2. September). Mit dem Bestreiten des Auftaktsspiels gegen Sendenhorst, wenn es auch eine Niederlage wurde, ist der erste kleine Schritt wohl gemacht.

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