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Fußball: Kreisliga

Rinkerode und Albersloh springen vor dem Lokalderby aus der Erfolgsspur

Sendenhorst

Ausgerechnet kurz vor dem Derby am kommenden Sonntag endet die frisch gestartete Erfolgssuper bei Grün-Weiß Albersloh und dem SV Rinkerode. Auch Fortuna Walstedde und die SG Sendenhorst hatten schon bessere Wochenenden.

Von Uwe Niemeyer

Leichtfertig vergeben: Patrick Horstmann ließ in dieser Szene gegen die WSU die letzte Konsequenz vermissen, vergab den Anschlusstreffer für GW Albersloh. Am kommenden Sonntag darf sich das nicht wiederholen. Foto: Dirk Vollenkemper

Ausgerechnet jetzt! So oder so ähnlich könnte man es in Rinkerode und Albersloh vernehmen. Denn unmittelbar vor dem direkten Duell am kommenden Sonntag sind der SV Rinkerode und GW Albersloh aus der Erfolgsspur gesprungen, endete die sich gerade entwickelnde Siegesserie. Aber auch die beiden anderen A-Ligisten machten keine Ausnahme. Während auch Fortuna Walstedde unterlag, muste sich die SG Sendenhorst mit einem Pünktchen begnügen und komplettierte so das sieglose Quartett. Auf beide wartet allerdings auch kein Derby, auf die Kraus-Kicker sogar eine Verschnaufpause.
Nach zwei Siegen in Folge – beim SVR kam der Pokaltriumph hinzu – stotterte der Motor. Die Gelb-Schwarzen konnten beim 1:1 in Selm in letzter Minute noch den totalen Aussetzer vermeiden. Die Grün-Weißen beim 0:6 gegen die Warendorfer SU die derbe Abreibung aber nicht. Wundenpflege war und ist vor dem Nachbarschaftsduell angesagt. Reparaturarbeiten, damit der Motor wieder auf Touren kommt. So wie vor den Aussetzern.

Dagegenhalten kostet Kraft

Was Sven Kuschel nicht zu hoch aufhängen möchte. „Klar, mit drei Punkten mehr wären wir im Soll. So stehen wir aber auch gut da“, versichert der SVR-Coach, der das Remis in Selms als „späte Erleichterung und spätes Glück“ einordnet. „Einige hatten zudem schwere Beine, das Pokalspiel vier Tage zuvor hat Körner gekostet.“ Zumal sich seine Mannschaft, so auch eine Erkenntnis, gegen Mannschaften schwer tut, die sich – völlig legitim - zurückziehen, eher destruktiv agieren. Dagegenhalten kostet Kraft.
Das Kräftemessen mit dem Nachbarn am Sonntag steht ohnehin auf einem ganz anderen Blatt. „Da ist die Motivation schon da“, sagt Kuschel zur gesunden, sportlichen Rivalität. Nicht nur, weil beide Anlagen gerade mal fünf Kilometer trennen und mit einem strammen Fußmarsch erreichbar wären. „Gut möglich, dass einige Spieler beider Teams schon in einem gespielt haben“, mutmaßt Kuschel. Schließlich bilden der SVR und GWA im Nachwuchsbereich Spielgemeinschaften.

Mannschaftsabend zur rechten Zeit

Allerdings werden auch Stammkräfte fehlen. „Es sind Herbstferien, da ist der eine oder andere im Urlaub“, weiß Kuschel. Alexander Kiel und Mehmet Ipek gehören zu diesem Kreis. Nicolas Ruß fällt mit Bandscheibenvorfall, die Behandlung beginnt am heutigen Dienstag, aus. „Da müssen sich die Spieler ab Position zwölf aufdrängen und beweisen“, verweist Kuschel in diesem Fall auf die üblichen Reparaturmaßnahmen.
Eine besondere hat der Nachbar ausgeguckt. „Wir haben extra für Freitag einen Mannschaftsabend angesetzt, bewusst direkt vor das Derby“, verrät Tobias Saathoff. Der Co-Trainer und Chef-Coach Julian Spangenberg hatten natürlich am Sonntagabend „eine geknickte Mannschaft“ ausgemacht. „Aber sie sind auch noch jung. Und so etwas gehört zum Lernprozess dazu“, ergänzt Saathoff, der auch die erste gute halbe Stunde nicht unter den grünen Rasen kehren wollte. „Aber die Truppe war danach schon geschockt.“ Irgendwie später auch von der Höhe der Schlappe. „Das tut schon weh“, redete Saathoff nicht drumherum. „Aber lieber einmal ein 0:6, das auch wieder eingenordet hat.“ Dann auch rechtzeitig vor dem Derby.

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