Fußball: Bezirksliga

Verhaltener Optimismus im Erlfeld

Drensteinfurt

Nur noch ein Pünktchen liegt der SV Drensteinfurt hinter Spitzenreiter SG Bockum-Hövel. Direkt in der ersten Partie nach der Winterpause untermauerten die Stewwerter ihre Aufstiegsambitionen und gewannen den Liga-Gipfel mit 1:0. Eigentlich also sollte im Erlfeld alles in bester Ordnung sein.

Ulrich Schaper

Die Vorbereitung verlief für die Fußballer des SV Drensteinfurt durchwachsen - und trotz des 1:0-Sieges über Bockum-Hövel ist der Optimismus verhalten. Foto: R. Penno

Tatsächlich plagen den gewohnt ehrgeizigen Trainer Oliver Logermann handfeste Sorgen. Die Formkurve im Frühjahr 2020 passt nicht zur übergeordneten Zielsetzung des Vereins. Nicht nur, dass die Winterpause wenig Erfolgreiches hervorgebracht hat, auch die Liste der verletzten oder verhinderten Spieler ist imposant.

„Das ist alles nicht sehr zufriedenstellend“, sagt der SVD-Verantwortliche. „Klar ist es wichtig, dass wir das Spitzenspiel gewonnen haben. Aber wenn wir ehrlich sind, war das ein sehr glücklicher Erfolg. Da lief sehr viel für uns.“

Er habe mit seiner Mannschaft die Begegnung aufgearbeitet und seinen Spielern das große Ziel, den Landesliga-Aufstieg, in Erinnerung gerufen. Nach wie vor aber sei die Trainingsbeteiligung – auch bedingt durch die zahlreichen Ausfälle – sehr überschaubar.

„Mir passt das alles nicht so ganz. Ich hatte gehofft, dass der Bockum-Hövel-Sieg eine Initialzündung sein könnte. So ganz sehe ich das allerdings nicht. Wir haben in diesem Jahr vielleicht eine einmalige Chance – und das zum 110-jährigen Vereinsjubiläum – da müssen wir jetzt einfach mal die Zähne zusammenbeißen.

Am Wochenende trifft seine Elf auf den SC Sönnern. Die schmerzliche 1:2-Hinspielniederlage ist dem Übungsleiter dabei noch sehr präsent. „Da haben wir wichtige Punkte liegen gelassen.“ Sönnern sei eine sehr kampfstarke und körperbetont spielende Mannschaft. „Klar, wir haben ein Heimspiel und allein aufgrund der Tabellensituation den Anspruch, zu gewinnen – angesichts der acht Leute beim Abschlusstraining, bin ich aber skeptisch“, sagt Logermann verhalten optimistisch.

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